Was für ein komischer Tag. Es ist jetzt 19.33 Uhr. Timo schläft noch und ich bin gerade aufgestanden. Wir haben uns zu einem Nachmittags-Nickerechen hinreißen lassen, nachdem wir heute Morgen doch recht unsanft aus dem Schlaf gerissen wurden.
Wir hatten gestern einen wirklich schönen Abend in Solingen, haben viel gequatscht, gelacht und sehr gut gegessen. Ja, zumindest ich, habe auch etwas getrunken, aber nicht so, dass es mich heute beeinträchtigen würde. Dafür hat die Nachbarschaft gesorgt.

Es fing damit an, dass mitten in der Nacht irgendwo hier in der Nähe ein Hund die ganze Zeit gebellt hat. Das kann man dann eine Weile überhören, aber irgendwann eben nicht mehr. Ich bin dann irgendwann aufgestanden und hab die Fenster im Schlafzimmer geschlossen. Dann ging es ab kurz nach 7 Uhr damit weiter, dass irgendwo in der direkten Nachbarschaft ein Gartengerät in Betrieb genommen wurde und damit nicht genug, kurz darauf, wurde dann noch irgendwo (vom Geräusch her) ein Wald abgeholzt und das Holz auch gleich noch zerkleinert. Wir sind dann zwar noch im Bett liegen geblieben, aber schlafen konnten wir eben nicht mehr richtig.
Als wir uns dann entschieden, dass die Nacht damit nun wohl um ist, waren Hund und Geräte der Nachbarschaft natürlich fertig und es kehrte Ruhe ein. Tja, zu spät.
Aber irgendwie haben wir eben diese Unausgeschlafenheit den ganzen Tag mit uns herum getragen. Entsprechend haben wir auch nur rumgehangen. Wir waren also wie das Wetter – nix Halbes und nix Ganzes.

Die einzige, die offensichtlich ganze Arbeit geleistet hatte, war heute Nil. Irgendwann hörte ich sie draußen miauen und ging an die Tür, um nach ihr zu sehen. Nützt ja nix – am Ende ist sie eben doch eine Katze. Denn sie kam um die Ecke gelaufen und hatte etwas im Maul: ein kleines Vögelchen. Sie ließ es direkt vor meinen Füßen fallen. Es war schon tot. Ich habe mich nicht allzu sehr über dieses Geschenk gefreut und habe geschimpft und sie gefragt, was das denn soll. Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Wenn man davon absieht, dass damit die Frage beantwortet war, warum ein paar Stunden vorher die Amseln im Garten so durchgedreht sind. Ich vermute mal, dass das Amsel-Baby aus dem Nest gepurzelt ist und Nil hat es sich geschnappt, uns gebracht und dann vor der Tür sogar noch damit gespielt.
Irgendwann hatte sie dann genug und hat das tote Tierchen „verbuddelt“. Mehr oder weniger. Eher weniger. Sie hat – das was übrig war – mit ein bisschen ausgerupften Gras bedeckt.

So, mir fällt es wirklich schwer mich zu konzentrieren und zu tippen, deswegen war es das auch für heute.

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