Wir haben gestern Abend die Serie „Dark“ zu Ende geschaut. Ich wollte es irgendwie hinter mich bringen und neugierig war ich dann doch, nachdem ich die mehr als positiven Kritiken gelesen hatte. Im Internet wird die Serie gelobt und gefeiert, eine der besten deutschen Produktionen. Hmm?!? Sind wir am Ende die einzigen, die das Ganze irgendwie nicht durchblicken und wirklich sehr verworren finden?? Timo und ich haben uns geeinigt, dass sich einfach nur keiner traut zuzugeben, dass diese Serie recht gut gemacht, aber ansonsten die totale Überforderung ist. Auch nach dem Finale gestern, bleiben für uns einfach zu viele Fragen offen und an vielen Stellen fehlt uns dann doch der Hintergrund – vieles passiert einfach nur. Nunja – wir haben es gesehen, können irgendwie mitreden. Würde ich die Serie empfehlen? Irgendwie schon, aber man muss wohl auch eine Warnung aussprechen. Beim Gucken der Serie darf man sich keinen Blick aufs Handy oder Toilettengang erlauben ohne nicht die Pause-Taste zu drücken, denn sonst versteht man wirklich gar nichts mehr.

Nach der Arbeit war es heute ein sehr tierischer Tag. Nil  geht es wirklich wieder gut und sie unternimmt ihre gewohnten Streifzüge und schaut täglich mehrfach bei uns vorbei. Das scheint definitiv überstanden. Vorhin saß ich kurz auf meinem schönen Garten-Plätzchen, da kam sie vorbei und hat es sich tatsächlich in der Schublade des Rattan-Beistell-Tischchens gemütlich gemacht. Es ist jetzt nicht so, dass wir ihr nicht auch ein schönes, gemütliches Körbchen anbieten könnten. Nützt ja nix. Das sind eben Katzen. Letztens habe ich sie erwischt, wie sie aus dem dreckigen Auto-Putzwasser-Eimer von Timo trinken wollte. Aber frisches, klares Wasser aus der Leitung lehnt sie natürlich kategorisch ab.
Nachdem wir uns also alle eine kleine Pause gegönnt hatten, ging es zum Tierarzt – quasi Schweinchen auf großer Fahrt. Sarah, wenn du das liest, es ist alles gut. Nichts passiert. Keine Sorge. Die Schweinis haben eine Mani- und Pediküre bekommen, also einmal Krallenschneiden für alle. Pünktchen und Punky waren sehr tapfer und haben toll mitgemacht. Nur Punky hat sich kurz mal recht laut beschwert, so dass die andere Dame im Wartezimmer schon schlimme Bilder im Kopf hatte – so Meerschweinchen am Spieß oder so. Und weil die zwei Racker bei uns recht zurückhaltend sind, habe ich den Tierarzt auch gleich mal gefragt, ob das so normal ist. Und er hat gleich gesagt, dass die beiden supergut drauf sind und mir erklärt, dass das Wichtigste ist, dass sie fressen und Geräusche machen. Konnte ich beides bestätigen. Fressen scheint deren Lieblingsbeschäftigung zu sein und munteres Quietschen, Fiepen und Brommseln hören wir auch den ganzen Tag. Also alles wunderbar, wir konnten wieder nach Hause und da gab es zur Belohnung direkt ein Stück Gurke.
Der dritte tierische Kandidat hing hier gerade vor mir im Baum. Eine kleine, grüne Raupe, die sich an einem dünnen Faden zu den Blättern hochgezogen hat. Aber durch den Wind, wurde ihr dieses Unterfangen doch sehr erschwert. Zweimal musste sie ganz von vorne beginnen. Das arme Tierchen wurde hier wie wild rumgeschleudert, ich hatte schon Sorge, ihr könnte schlecht werden. Aber jetzt hat sie es geschafft. Sicher auf dem Blatt angekommen.

Ich wollte heute auch mal wieder auf das aktuelle Geschehen eingehen. Nun ist ja dieses Milliarden-Hilfspaket der EU nach einem zermürbend langen Gipfel beschlossen. Gut. Das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt. Eine Menge Geld das gebraucht wird.
Aber! Ich frage mich schon, ob ein Teil des Geldes auch hier im eigenen Land bleibt. Denn ist euch mal aufgefallen, dass mittlerweile keiner mehr davon spricht, dass die (seit Corona) systemrelevanten Berufe in der (Kranken-)Pflege endlich mal dauerhaft besser bezahlt werden?!?! Ich hatte ja wirklich ein bisschen Hoffnung, dass die durch Corona noch mehr in den Fokus geratene Leistung, jetzt endgültig gewürdigt und besser bezahlt wird. Aber nein. Jetzt wo sich die Corona-Lage beruhigt/eingependelt hat, hört man gar nichts mehr. Ich meine, es ist ja nicht so, dass die ganzen Krankenschwestern/-pfleger und das Pflegepersonal jetzt Feierabend haben und Däumchen drehend auf Station sitzen.
Diese Berufe waren schon immer systemrelevant und sie waren schon immer gnadenlos unterbezahlt, was wiederum zum krassen Personalmangel geführt hat. Und ja, das mit dem Applaus war nett – mehr aber auch nicht. Klar ausgedrückt: Davon kann sich keiner was kaufen. Ja, diese Menschen haben sich diese Berufe ausgesucht und das wahrscheinlich aus Überzeugung und dem Wunsch Menschen zu helfen. Ich persönlich bin sehr dankbar, dass es diese Menschen gibt, denn für mich wäre diese Berufssparte nichts gewesen. Trotzdem kann es nicht sein, dass sich manche Sesselpuper die Taschen voll machen, in dem sie Arbeit an Assistenten und Mitarbeiter weiterdeligieren und Menschen die körperlich und seelisch belastende Arbeit an und mit Menschen leisten, am Ende des Tages schauen müssen, ob sie noch Kraft aufbringen einen Nebenjob zu stemmen, damit sie sich Miete, Lebensunterhalt und vielleicht mal einen Urlaub leisten können. Ich will dem Manager sein Geld nicht streitig machen und von mir aus muss er auch nichts abgeben oder weniger bekommen, aber der Bund muss dafür sorgen, dass in die Pflege und die Pflegeberufe investiert wird. Dauerhaft.

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