Huhu, da bin ich wieder. Ich weiß, ich weiß, gestern gab es nichts Neues – dabei war doch wirklich viel los. Aber genau das war es dann am Abend auch. Es war ein langer, heißer, anstrengender, aber auch erfolgreicher Tag. Diesmal in Remscheid.

Ich war morgens schon richtig motiviert, denn ich hatte nach 5 Monaten HomeOffice meinen ersten beruflichen Außeneinsatz und habe auch zum ersten Mal meine Chefin wieder gesehen. Auch wenn heiße 36 Grad und durchgängiges Maske-Tragen vor uns lag – ich hab mich gefreut. Endlich mal wieder raus. Der Blutspendemarathon in Remscheid stand auf dem Programm und unsere Remscheider Zeitung ist Partner der Aktion.
Selbstverständlich fand das alles mit entsprechend noch gründlicheren Abstands- und Hygieneregeln statt und die Blutspende war nur mit Termin möglich. Normalerweise können die Spender in dem 7-stündigen Zeitraum einfach kommen, aber um größere Gruppen zu vermeiden, musste online vorab ein Termin reserviert werden. Das hat auch alles wunderbar geklappt und ich muss sagen, auch die Spender waren trotz Maske, Hitze und doch manchmal etwas Wartezeit sehr entspannt.
Da muss man dann auch echt dankbar sein, dass so viele (es waren fast 500) Menschen bei solchen Temperaturen Blut spenden möchten.
Ich selbst habe auch direkt noch gespendet und gemerkt, wie anstrengend das an einem so heißen Tag ist. Es bedurfte einiges an Cola und Schokoriegeln, um meinen Kreislauf wieder komplett rundlaufen zu lassen. Aber alles in allem habe ich das gut weggesteckt.
Gemeinsam mit meinen Kolleginnen war ich dafür zuständig, dass die Spender gemäß ihren Terminen zeitlich einsortiert werden, die Abstände eingehalten werden, Masken getragen werden, für die ständige Versorgung mit Getränken und für die Erstspender-Aufklärung. Somit war wirklich bis 20 Uhr nonstop etwas zu tun. Und ja, es war heiß, aber irgendwann hatten wir das Gefühl, wenn man einmal komplett durchgeschwitzt ist, ist man irgendwie aklimatisiert und es ist gar nicht mehr so schlimm. Und an die Maske hatte man sich auch recht schnell gewöhnt – wobei ich sagen muss, dass wir diese dünneren medizinischen Masken hatten, die etwas leichter sind. Das hat es definitiv erträglicher gemacht.
Um 21 Uhr war ich dann wieder zuhause und da habe ich dann gemerkt, wie anstrengend der tatsächlich Tag war. Kaum hatte mein Popo die Couch berührt, war ich müde und vollkommen erledigt. Mehr als eine kurze Dusche und ein kleines Abendessen waren nicht drin. Und selbst das war anstrengend, aber essen musste sein. Vor lauter Arbeit und Hitze, hatte ich den ganzen Tag über keinen Hunger. Aber dafür Spaß. Es war toll, endlich mal wieder mit den Kollegen und „Kunden“ zu arbeiten, richtig aktiv zu werden. Ich befürchte nur leider, dass dieses Spaßgefühl jetzt erstmal bis Ende des Jahres ausreichen muss – denn leider ist der Stand der Dinge weiterhin, dass nichts stattfinden darf.

Einschlafen ging dann gestern Abend sehr gut, aber irgendwann nachts wurde ich wach und da war einfach keine Luft mehr. Nichts. Wirklich sehr unangenehm. Ich hab die Verdunkelungs-Vorhänge aufgezogen und hatte das Gefühl, dass ein winzig, winzig kleiner Lufthauch ins Schlafzimmer zog. Geschlafen haben wir dann noch, aber schon eher unruhig und nicht so richtig erholsam. Aber gut, das ist Sommer. Nützt ja nix – da müssen wir jetzt erstmal so gut es geht durch. “Sommer ist, wenn die Klobrille mit dir aufsteht” 😉
Wir bewegen uns gerade auch nicht sonderlich viel, und ich halte es auch für Rabbau am eigenen Körper, wenn man sich bei der Hitze körperlich (sportlich) betätigt. Ich verzichte derzeit vollkommen aufs Joggen. Das wird dann in den kommenden Wochen alles nachgeholt.
Selbst den Meerschweinchen scheint es zu warm zu sein. Die liegen den ganzen Tag im Käfig und chillen vor sich hin. Verständlich – die haben nix was sie ausziehen können. Ich habe heute Morgen mal gegoogelt, wie man den Tierchen ein bisschen Abkühlung verschaffen kann und habe tatsächlich eine Lösung gefunden, die den Schweinchen ganz gut zu gefallen scheint.
Es wurde empfohlen eine Fliese – die bleibt kühl – ins Gehege zu legen, da können dann die Schweinchen drauf liegen. Timo hatte im Keller noch ein metallenes Mouspad und das haben wir dann direkt zur Cooling-Area umgebaut. Ein kleines Kühl-Pad unter die Platte und „Tadaaaaa“ schon ist der Meerschweinchen-Popo gekühlt.

Ich hatte eben noch eine Tour nach Solingen und habe für die Fahrt auch ausgiebig die Klimaanlage in Anspruch genommen – so ist die Fahrt in einem schwarzen Auto dann doch erträglicher.
Ich hatte einen Termin beim Orthopäden, da meine Fußsohlen in letzter Zeit morgens nach dem Aufstehen immer weh getan haben. Ganz komisch, als müsste ich mich morgens erstmal einlaufen. Ein Gefühl als würde ich auf großen, runden Kieselsteinen laufen, das aber dann im Laufe des Vormittages auch wieder verschwindet. Und da ich eine sogenannte Überproniererin bin – d. h. mein Fuß knickt beim Joggen nach innen – muss ich sowieso Einlagen tragen, um das nach innen Kippen auszugleichen, also den Fuß innen anzuheben und zu unterstützen. Mache ich das nicht, droht mir wieder eine schmerzhafte Sprunggelenks- und Sehnenentzündung. Naja, lange Rede kurzer Sinn: Offenbar ist der große Sehnenstrang, der quasi von der Ferse bis zum großen Zeh läuft, überreizt. Und das wohl, weil die letzten Einlagen, die ich bekommen habe, den Fuß nicht ausreichend unterstützen. Also habe ich jetzt ein neues Rezept und werde wieder zu dem Einlagen-Macher gehen, der mir auch die ersten gemacht hat, die waren nämlich super und dann sollte alles wieder okay sein.

Das war es dann auch schon wieder für heute. Die Schweinchen quieken schon. Das ist das Signal für „Hunger“. Die haben echt eine gute innere Uhr, aber auch immer die Hoffnung, dass es was zu essen gibt, sobald einer von uns Richtung Küche läuft 😊 Dann stehen sie auch gleich am Käfig parat und schnuppern ganz neugierig. So, ich bin dann mal in der Küche 😉

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