Huhu, da bin ich wieder. Nach der morgendlichen Joggingrunde, meiner Schicht im HomeOffice, war ich eben noch kurz ein paar Kleinigkeiten einkaufen und komme jetzt gerade aus dem Garten – die Katze liegt noch draußen – zugedeckt mit einer Decke, damit sie nicht friert 😊
Es sieht zwar heute hier schon den ganzen Tag nach Regen aus, aber es ist trocken und so haben wir die Zeit genutzt.
Timo hat die letzten Birnen vom Boden aufgesammelt – ein paar letzte Kämpfer hängen noch am Baum, aber die sind kaum noch der Rede wert. Er hat sein Motorrad nochmal um den Block gefahren und gönnt jetzt gerade dem Käfer noch eine (voraussichtlich) letzte Runde, bevor es zum Winterschlaf endgültig in die Garage geht.
Ich habe die ersten Pflanzen ein wenig beschnitten. Ganz so wie ich es gelernt habe: alles was tot ist, frisst nur unnötig Energie und kommt ab. Mittlerweile habe ich mich soweit ins Thema „Herbst/Winter im Garten“ eingelesen, dass ich weiß, dass ich die meisten Pflanzen schon korrekt, nämlich „winterhart“ gekauft habe. Somit muss da gar nicht so viel passieren. Die Kübel mit den Rudbeckia werde ich in Filz einwickeln damit sie nicht frieren und das war es eigentlich auch schon. Denn so richtig Winter hatten wir ja seit Jahren nicht. Und da sogar der Oleander bis -5 Grad verträgt, kann der wohl auch draußen bleiben. Aber sonst habe ich natürlich auch ein Plätzchen im warmen Wohnzimmer. Das Esszimmer ist heute auch schon zur Pflanzen-Reha-Station geworden. Vor einigen Wochen hatte ich bei Ikea eine Bananenblatt-Pflanze mitgenommen. Und ich vermute sie hat nicht genug Licht abbekommen – in der Ecke im Wohnzimmer – und so langsam wurden die Blätter an den Spitzen braun. Nicht gut, dafür dass es hieß, diese Pflanze würde sehr schnell sehr groß und ausladend werden. Nützt ja nix – hier muss Hilfe geleistet werden. Und so steht die Banane jetzt in erster Lichtreiche am Fenster im Esszimmer. Ich bin da sehr guter Hoffnung, dass sie sich gut erholt. Es scheint mir grundsätzlich ein pflegeleichter Geselle zu sein.

Ah, da fällt mir ein, dass ich ja mal ein Update zu Smullgubbe, der Küchenpalme geben könnte. Das ist die, die eine ganze Zeit von diesen kleinen fiesen Fliegen befallen war. Und was soll ich sagen: es ist eine volle, buschige, grüne Pracht – sie hat sich voll und ganz erholt und die Plage abgeschüttelt. Ich bin immer ein bisschen (sehr) stolz, wenn ich mir den Kollegen anschaue. Beachtlich was aus diesem Touristen-Nepp-Stämmchen geworden ist. Denn es war ein Mitbringsel aus Teneriffa, quasi einfach nur ein ca. 10 cm langes Stück Stamm von so einer Dracae-Palme, oben und unten versiegelt, Kostenpunkt 2,95 € und ich muss sagen, ich habe damals nicht viel erwartet. Aber siehe da…..

So, also pflanzentechnisch läuft es bei uns schon mal. Alles im berühmten grünen Bereich. Auch die Renovierungsarbeiten gehen langsam, aber stetig voran. Timo hat schon die zweite Schicht „neue Wand“ aufgetragen und vermutlich kommt heute schon die finale Schicht drauf. Auf jeden Fall wird heute noch ein Loch in der Decke verschlossen und ich werde wohl einen oder mindestens zwei Fensterrahmen streichen – darin hab ich ja schon Übung 😊

Jaaaa und ganz wichtig: Das erste TV-Duell zwischen Trump und Joe Biden. Ich habe es mir nicht heute Nacht live angesehen, aber eben die Aufzeichnung auf youtube. Unglaublich, kann ich dazu nur sagen. Da soll sich hier nochmal einer über unsere staubtrockenen, spießigen Politiker beschweren – aber die haben wenigstens Manieren, Anstand und Respekt. Eigenschaften die das Trumpeltier bei dieser Debatte – wie zu erwarten – nicht an den Tag gelegt hat. Aber gut, warum sollte er auch jetzt damit anfangen. Eine amerikanische Journalistin fasst das ganze eben so zusammen: „Shit-Show“. Und ja, sie hat recht.
Ich möchte behaupten, dass ich sehr gut Englisch spreche und verstehe, aber hier hatte man eigentlich kaum eine Chance weil Trump permanent dazwischen krakeelt hat und seinen Kontrahenten kaum einen Satz hat aussprechen lassen. Selbst dem Moderator ist er mit Volldampf durch die Parade gefahren. Und das, obwohl vorab klare Regeln, wie z. B. „aussprechen lassen“, „jeder hat seine Redezeit“, festgelegt wurden, denen auch beide Seiten zugestimmt hatten.
Fast schon bewundernswert war es, wie Biden die ständigen Unterbrechungen einfach mit Anstand ertragen hat. Aber selbst ihm ist irgendwann der Kragen geplatzt und man hörte nur noch „Shut up, man.“. Nur das sowas einen Trump natürlich nicht beeindruckt. Der hat in einer Tour Superlativen über sich selbst und seine Leistung abgespult, Biden beleidigt, gelogen, sich selbst und seine Amtszeit gelobt und natürlich das ein oder andere Mal die Presse der „FakeNews“-Verbreitung beschuldigt – was vollkommen fehlte waren Fakten. Er kann einfach nichts und so wie Biden sagte „This man has no plan, he does not know, what he is talking about. He is a clown.”. Deswegen wiederholte er wohl auch ständig irgendwelche Standardsätze, die ihm wahrscheinlich von seinen Beratern eingetrichtert wurden. Ich stelle mir das sehr amüsant vor, wie der Trumpsche-Berater-Stab hinter der Bühne ins Schwitzen gekommen ist.
Ich muss auch sagen, mit dem Hintergrundwissen aus dem Buch von Trumps Nichte, war es umso amüsanter und beängstigender diesem Spektakel zuzusehen.
Ob es bei dieser Debatte einen Favoriten gibt? Ich denke nicht, am Ende haben sich beide nichts genommen und irgendwie ist auch nicht wirklich was dabei rumgekommen. Obwohl doch: Trump hat erneut klar gemacht, dass er „auch nach der Wahl noch Zeit für große Taten hat“ – sprich, er geht davon aus – so oder so – als Sieger aus dieser Wahl herauszugehen. Und natürlich hat er in diesem Zusammenhang auch wieder deutlich die Briefwahl verurteilt und dass man schon jetzt die vielen Sicherheitslücken aufgedeckt hat.
Mir zeigt diese Kindergarten-Schaufel-auf-den-Kopf-im-Sandkasten-Veranstaltung nur eins: Wäre ich Amerikanerin, hätte ich jetzt ernsthaft Angst und würde mich vor dem Rest der Welt über so eine Show einfach nur schämen.
Man muss sich das mal vorstellen. Dieser Kasper sitzt an DEN Knöpfen – wenn der Lust hat oder schlechte Laune, dann beginnt der einen Krieg. Einfach nur so, weil er es kann.
Und somit bin ich wieder mal froh hier zu leben. Hier werden auch Fehler gemacht und vieles dauert länger, als es sollte – aber am Ende des Tages habe ich das Gefühl, dass wir von anständigen, seriösen und verantwortungsbewussten Menschen regiert werden und nicht von Beavis und Butt-Head.

Zum Abschluss gibt es noch ein Update zu meinem Fun-Fact vom letzten Beitrag: Es wird keine Hühner in diesem Garten geben. Ich lese gerade ein Buch „Alles Mist – eine Familie zieht aufs Land“ – mehr ein Erfahrungsbericht als ein Roman. Und tatsächlich gab es ein Kapitel darüber, dass die Familie sich 4 Hühner anschafft und vor allem was diese „Anschaffung“ für Konsequenzen mit sich bringt. Und ich muss sagen, das traue ich mir weder zu noch möchte ich das mir und den Nachbarn zumuten. Daher habe ich beschlossen, dass ich mein Glück erst einmal weiter nur in der Pflanzenwelt versuche.

 

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