Wir haben gut geschlafen. Bis fast 9.30 Uhr. Aber gut, warum auch nicht. Es ist Sonntag. Trotz allem ist heute Sonntag. Und Sunday is Runday. Die Sonne scheint, strahlend blauer Himmel. Also aufgestanden, Zähne geputzt und ab in die Laufklamotte, Musik auf die Ohren.
Nein, das lasse ich mir nicht nehmen – aber mit der nötigen Vernunft. Hier in Rommerskirchen sind die Straßen tatsächlich menschenleer. Auch an diesem sonnigen Sonntag.
Mit Mütze und einem Buff (diese Schlauchdinger, die irgendwie alles können) schütze ich mich gegen die doch noch sehr kalte Luft. Ich fühle mich komisch, wenn ich mir den Buff vor Mund und Nase ziehe. Denn das mache ich nur um die Lungen vor der kalten Luft zu schützen, so tut das Atmen nicht so weh.
Ich laufe die übliche Strecke durch die Neubausiedlung und an den Feldern entlang. Eigentlich herrlich und eigentlich mag ich es beim Laufen allein zu sein. Aber dieses nötige Alleinsein ist jetzt doch anders.
Vereinzelt begegnen mir Spaziergänger mit ihren Hunden oder kleine Familien. Man hält Abstand, läuft auf die andere Straßenseite. Normalerweise würde sich das wohl eher unangenehm anfühlen, als wäre man ein Aussätziger. Aber jetzt ist wohl jeder dankbar, dankbar für die Vernunft und das Verständnis. Dann grüßt man sich eben mit einem netten Nicken über die Straße hinweg.

Dann geht’s auch schon wieder zurück und bis hierhin ist dieser Sonntag eigentlich ganz normal. Ab unter die Dusche und dann gibt’s Frühstück. Ich mag Frühstück. Quasi mein Lieblingsessen ?

Ich habe uns eben für den neuen Streaming-Dienst Disney+ angemeldet. Mein Telefon-Provider bietet das 6 Monate kostenfrei an. Super! Nehme ich. Vielen Dank!

Tja, seitdem sitze ich hier. In meinem schon fertig eingerichteten HomeOffice. Wie ich finde sehr komfortabel. Ich habe das Glück den liebsten und weltbesten Nerd an meiner Seite zu haben, der mich mit allem ausstattet, was ich gerne haben möchte und mir, wenn nötig auch noch ein weiteres Kabel verlegt, weil mir schon wieder etwas eingefallen ist, was ich gerne hätte.
Einziger Wehrmutstropfen: Von meinem „Arbeitsplatz“ aus kann ich auf das Geschenk sehen, dass ich von Timo zum Geburtstag bekommen habe. Der Eiffelturm und eine Karte mit dem ausgestanzten Wort „Paris“.
Ein Gutschein für ein romantisches Wochenende in Paris. Toll. Wunderbar.
Aber gut. Nützt ja nix.
Das muss jetzt warten. Warten, bis sich die Lage weltweit beruhigt hat. Bis die Lage im Griff ist. Und dann wird es umso schöner! Da bin ich mir ganz sicher.

Und der Nerd ist deswegen der Beste aller Nerds, weil er jetzt in diesem Moment in seinem Büro sitzt und für mich eine Domain (ich glaube so heißt das) gekauft hat, auf der ich euch dann alle mit meinen Einträgen belästigen, unterhalten, auf dem Laufenden halten und mir die Zeit sinnvoll vertreiben kann.

Ein Stück Kuchen kann man ja nicht abschlagen. Also geht’s noch auf zu Timos Eltern. Ist gleich um die Ecke und man nutzt den Auslauf gleich für eine etwas größere Runde an der frischen Luft. Selbstverständlich halten wir auch mit seinen Eltern den nötigen Abstand ein. Keine Umarmung zur Begrüßung und am Tisch sitzen wir mit je mind. 1 Meter Abstand. Eigenartig, aber das ändert zum Glück nichts am leckeren Kuchen. Yummi!
Den Besuch dehnen wir auch nicht unnötig aus, sondern gehen mit einem Extra-Schlenker durch die Sonne brav wieder nach Hause.

So, 17 Uhr. Was machen wir jetzt? Scrabble? Ja. Machen wir. In der Schublade in dem ich das Scrabble vermute finde ich aber schon wieder ein Schätzchen. „Was ist Was“-Das Brettspiel. Von Haptik und Geruch her schätzen wir das Alter des Spiels auf ca. 30 Jahre. Ein klassisches Frage-und-Antwort-Spiel aus den 80igern. Das könnte interessant werden.
Ich kürze das mal ab – nachdem ich die Spielanleitung sorgfältig gelesen und die Spielvorbereitungen ausgeführt habe, geht es los. Fragen aus den Bereichen Natur, Tiere, Menschheit, Technik, Vermischtes und Geschichte. Das Spiel ist ab 8 Jahre. Nach den ersten Fragen finde ich die Altersangabe sehr ambitioniert. Oder weiß hier jemand an welchem Tag (exakt) der erste Heißluftballon über den Atlantik geflogen ist?!? Meine Lieblingsfrage ist: Was ist Telefax? Ein Fernseh-Clown, ein Videospiel oder Fernkopieren.
Fazit: Das Spiel hat uns für 3 Stunden gefesselt und wir haben fasziniert die Fragen gelesen, die einen richtig, die anderen falsch beantwortet und am Ende hat Timo gewonnen. Er gewinnt irgendwie immer, ich bin zu nett für Taktik ☹

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