Jetzt ist es also soweit. Ich bin ab sofort in Kurzarbeit. Nur noch 17,5 Stunden pro Woche arbeiten. Komisch. Aber okay. Nützt ja nix. Es ist eine überlebenswichtige Maßnahme für meinen Arbeitgeber und auch für mich, damit ich auch nach der Krise noch einen Job habe.
Damit hätte wohl vor knapp 3 Wochen noch niemand gerechnet. Aber wir haben mit so vielem noch vor einiger Zeit nicht gerechnet, geschweige denn, dass wir uns hätten vorstellen können, wo wir am 15. April 2020 stehen. Aber ich sage es immer wieder: „Leute, es könnte schlimmer sein.“
Und man muss es mal so sehen, also ich für mich: Ich verdiene jetzt zwar weniger Geld, aber ich habe ja auch weniger Gelegenheit es auszugeben. Ich hatte ja bereits erzählt, dass ich nicht so die große Online-Shopperin bin. Wobei es mir derzeit schon in den Fingern juckt. Von Birkenstock gibt es jetzt, wohl ganz neu, eine Pantolette mit Obermaterial aus Nubuk-Leder in altrosa und einer rosé-goldenen großen Schnalle. Voll schön!!
Was mich zurückhält? Die blöde Vernunft, mein Gewissen und das Wissen, dass ich eben in den nächsten Wochen mit weniger Geld auskommen muss und meine laufenden Kosten, wie der Name schon sagt, weiter laufen. Ach, und zur Krönung, brauche ich natürlich genau jetzt neue Sommerreifen. Da geht jetzt die Bereifung des Autos einfach mal vor der meiner Füße. Aber schön sind die Tempelflitzer schon ?

Wer hätte das gedacht, dass sich diese Marke mal zum absoluten Top-Schuh mausert. Super bequem und mittlerweile Modelle in vielen coolen Farben und Materialien. Könnt ihr euch auch noch erinnern, wie gern man als Kind der 80er Birkenstock-Sandalen hatte? Ich habe sie gehasst. Ich fand die so richtig doof. „Ökolatschen“ haben wir sie immer genannt. Das lag wohl auch daran, dass die Kork-Pantoffeln damals auch eher ein Schuhwerk für „Bio-Menschen“ waren. Wir hatten genauso eine „Bio-Familie“ in der Nachbarschaft. An dieser Stelle möchte ich sofort anmerken, dass wir mit dieser Familie immer sehr eng befreundet waren und die „Bio-Mama“ ? noch heute eine liebe Freundin ist.
Ich weiß noch, wie ich als Kind das erste Mal in deren Wohnung kam – barfuß. Einer der ersten Eindrücke war nämlich der harte, kratzige Sisal-Bodenbelag. Und überall hat es auch so „öko“ gerochen. Die Möbel, natürlich alle aus unbehandeltem Holz, Brot immer mit Körnern, viel Mineralwasser, Schulhefte aus Umwelt-Papier aus dem „anderen Laden“ und Brotaufstrich „Tartex“ aus dem Reformhaus. Das war für mich damals alles neu. Die Kinder – mit denen ich dann auch immer gespielt habe – hatten ein Hochbett mit Rutsche im Kinderzimmer, eine Schaukel mitten im Wohnzimmer und der Knaller war das Wasserbett im Elternschlafzimmer. Der Wahnsinn!
Irgendwann habe ich dann auch Schulhefte aus Umweltpapier bekommen und es gab dann auch bei uns Körner-Brot. Esse ich auch bis heute fast ausschließlich – aus Überzeugung.
Und aus der Not heraus, bin ich auch vor einigen Jahren wieder bei den Kork-Pantoffeln gelandet. Ich hatte mir mit nagelneuen Schuhen (wie passend), beim ersten Tragen, nicht nur Blasen gelaufen, sondern auch einen Nagel in die Verse gerammt, der aus dem Absatz des Schuhs kam. Mit letzter Kraft konnte ich mich damals zum Schuhgeschäft schleppen und habe meine geschundenen, aber schon mit Pflastern versorgten Füße, in in das wohltuende Fußbett von ein Paar Birkenstock-Latschen gebettet.
Mittlerweile mein Highlight des Frühlings und beginnenden Sommers: „Endlich wieder rein in die Latschen“.

Ein Highlight ist für mich auch jeden Tag zu sehen, wie viele mittlerweile täglich meinen Blog lesen. Das kann ich ja in diesem Dashboard-Ding (Tag 12) sehen. Keine Ahnung, was ich erwartet habe, als ich vor 26 Tagen (!) zu Timo sagte: „Weißte was, ich schreibe ab sofort Tagebuch – also so nen Blog.“. Das war ja nur so ne fixe Idee. Aber ich habe, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet, dass so viele ihn täglich lesen und, dass ich auch so viel Lob bekomme und das es für mich zu einer Verantwortung wird, an der ich wirklich Spaß habe. Fast jeden Tag schreibt mir jemand, wie viel Spaß es macht meine Geschichten zu lesen und wie gut ich das mache. Oder mir wird ausgerichtet, dass man den Blog an jemanden weitergeleitet hat und derjenige auch ganz begeistert ist. Wow! Danke! Das freut mich wirklich sehr und ich bin sehr geschmeichelt.
Aber!! Ich mache ja nur einen Teil der Arbeit. Damit das alles so hübsch aussieht und auch funktioniert, habe ich ja meinen allerliebsten Haus- und Hof-Administrator. Timo hat für mich die Seite aufgebaut und mir erklärt, wie ich das alles zu handhaben habe. Und wenn ich mich jetzt mal verklicke oder die zulässige Anzahl meiner Schlagwörter überschreite oder sonst irgendwas mit der Seite ist, was ich nicht verstehe, ist Timo meist nur ein „Kannst du mal bitte gucken.“-weit entfernt.
Also gebe ich das Lob gern auch an den verantwortlichen IT-ler (www.paprika-media.de) weiter ?

2 Kommentare
  1. Erika
    Erika sagte:

    Die Bio- Familie…nicht zu vergessen von den lustigen Pustefixdingen die sie hatten.
    Birkenstock sind salonfähig geworden! Welch ein Glück für unsere Füße!
    Ohne IT geht es eben nicht.
    Wir sind alle relevant.

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