Guten Morgen im neuen Jahr! Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Abend und seid entsprechend gut in dieses neue, hoffnungsvolle Jahr gestartet.
Das war ja alles eher – sagen wir mal – anders. Ich brauche definitiv keine dicke Party mit 100en Fremden in irgendeiner hippen Location, aber normalerweise verbringt man den letzten Abend des Jahres ja schon mit Freunden.
Diesmal nicht. Wir haben es uns zu zweit mit Käseplatte, Mettwürstchen, Rotwein und diversen Streaming-Diensten auf der Couch gemütlich gemacht. Dresscode: Joggingbuchse.
An dieser Stelle dann auch gleich noch ein Punkt, für den ich sehr dankbar bin: Wir können sehr gut und sehr gern mit uns allein bzw. zusammen sein. So ein Abend ist für mich alles andere als doof oder langweilig.
Timo – steht übrigens gerade neben mir und schwankt zu „I will always love you“ von Whitney Houston 😊 – fragte mich gestern, wie mein Jahr denn so war. Als erstes schoss mir in den Kopf: Vor allem gefühlt sehr kurz. Ab Mitte März ist das Jahr an mir vorbeigerast und das obwohl oder vielleicht auch weil so viele Sachen passiert sind. Ich habe festgestellt, dass ich dieses Jahr nicht einmal krank war (THX for that), vermutlich auch den wenigen Kontakten geschuldet und es ist so ziemlich das erste Jahr, in dem ich nicht in irgendeiner Form im Urlaub war, sei es irgendwo in der Umgebung oder in der Ferne.

Tja, jetzt ist es da das neue Jahr und ich hoffe auch, dass wir so langsam wieder zu unserem Alltag zurückkehren können. Ich glaube nicht, dass es gänzlich wieder so wird wie „vorher“. Das Virus ist jetzt da und es wird bleiben, es wird sich verändern, aber wir haben viel gelernt und sind auf einem guten Weg das kleine Scheiß-Virus in den Griff zu bekommen.
Wir stellen immer wieder fest, dass wir gegen etwas Abstand im Supermarkt o. ä. gar nichts haben. Ich mag es einfach nicht, wenn man mir in den Nacken atmet oder gar niest und Einkaufswagen im Kreuz sind auch eher unangenehm. Ich kann mir auch vorstellen, dass einige Menschen weiterhin Masken tragen werden und auf z. B. Händeschütteln verzichten. Warum auch nicht? Wir haben doch nun sehr eindrucksvoll erlebt, dass es auch ohne geht und viele andere, teils lustige, Arten etabliert, um sich zu begrüßen.
Aber gut, erstmal bleiben wir noch ein bisschen zuhause. Ich hoffe auf das Frühjahr. Da freue ich mich schon drauf. Ich bin gespannt, was in meinen kleinen Beeten überlebt hat und vielleicht sogar wieder blüht. Ich möchte neue Sachen pflanzen und ausprobieren und wieder draußen sein und die Sonne genießen. Und vielleicht dann auch wieder mit Freunden und Familie im Garten sitzen ohne mir über Regeln (die ich befürworte) Gedanken zu machen.

Genug davon. Wir haben auch so noch genug zu tun. Aber ich kann verkünden, dass wir uns, was den Umbau der oberen Etage betrifft, auf der Zielgerade befinden. Und diese haben wir in den letzten Tagen mit großen Schritten erreicht. Alle Räume haben ihren ersten, groben Anstrich erhalten, die Räume sind vollständig leergeräumt, das Werkzeug etc. ist verstaut und aufgeräumt, die Teppiche (bis auf den Flur) sind schon raus und warten im Keller auf den Sperrmüll und alles ist – soweit möglich – sauber. Kein Staub mehr. Wenn wir Glück haben und der Parkett-Mann Zeit, geht es in 14 Tagen mit der Aufarbeitung der Böden weiter. Das kann so ca. 1 Woche dauern, bis alles geschliffen und versiegelt ist. Und dann ist es nach einem finalen Anstrich geschafft.
Ist schon krass. Ich gehöre zu den Menschen, die denken, sie könnten immer noch ein bisschen mehr machen oder anzweifeln, ob das was sie erledigt haben, genug war. Total bescheuert und lästig. Nützt ja nix – is so. Versuche ich abzulegen. Aber wenn ich so zurückblicke auf ca. 3 Monate, ist das schon ziemlich krass, was wir gemeinsam mit Timos Vater geschafft haben. Und ich bin mir sehr sicher, dass wir uns nicht wirklich darüber bewusst waren, was für eine Baustelle wir uns da „eingebrockt“ haben. Umso stolzer können wir jetzt sein.

Ja und wenn ich nicht gerade mit Malerarbeiten auf der Baustelle beschäftigt bin, dann maler ich im Esszimmer. Ich hatte ja schon von dem neuen potenziellen Hobby erzählt: Malen nach Zahlen. Ich muss gestehen, dass ich wohl süchtig bin. Ich kann meistens nicht aufhören, wenn ich einmal angefangen haben. Ich möchte, dass die weißen Flächen bunt werden und das möglichst geschlossen. Für meinen inneren Monk ist diese Aktivität Segen und Fluch zugleich. Die kleinen Felder mit klar vorgegebenen Farben und ordentlich entlang der Linien auszumalen ist super, aber gleichzeitig habe ich eben auch den Drang, immer große Flächen fertigzustellen. So kam es auch, dass ich am Sonntag das erste Teil – des dreiteiligen Bildes – fertiggestellt habe und eigentlich aufhören wollte. Dann habe ich mir aber doch noch „kurz“ den Mittelteil vorgenommen.
Den aktuellen Stand seht ihr im Foto 😉
Und weil mir das so einen Spaß macht, habe ich mir am Montag auch noch eine neues Motiv bestellt. Nicht, dass mir im neuen Jahr langweilig wird. Halte ich im übrigen für sehr unwahrscheinlich, denn – man hat es ja fast vergessen – aber wir in 19 Tagen steht die Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten an. Ich bin mal gespannt, ob das (unabhängig von Corona) wie geplant läuft und ob das Trumpeltier sich seinem Schicksal ergibt.

Das wäre es zum neuen Jahr von mir. Wir werden es heute gemütlich angehen. Timo wird bestimmt zocken und ich werde, wenn ich nicht wieder male, mein Weihnachts-Lego aufbauen. Ich habe einen Boba Fett-Helm (eine Figur aus Star Wars) bekommen – über 600 Teile. Mal sehen, ob ich das noch kann.
Euch allen einen schönen Neujahrstag und noch ein ruhiges Wochenende, bevor dann wieder der Alltag ohne Feiertage beginnt. Tschüssi 😊

UPDATE – Zu Recht wurde gerade eine meiner Aussagen korrigiert. Ich war dieses Jahr um Karneval und meinen Geburtstag ordentlich erkältet. Das habe ich vollkommen verdrängt. Danke, Laura 😊

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