So, meine Lieben, nachdem ich nun mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass ich u. a. gestern „etwas spät dran war“ habe ich für heute zugesagt bis zur Tagesschau abgeliefert zu haben. Es ist jetzt 18.08 Uhr – das könnte klappen.
Der Tag ist heute wieder gerannt. Allerdings haben wir auch wirklich lange geschlafen. Ich bin gegen kurz nach 10 aufgestanden und habe die Küche nach meinem „Back-Erlebnis“ von gestern Abend aufgeräumt und die Küche mit der Zubereitung eines Nudelsalates wieder dreckig gemacht und dann nochmal aufgeräumt. Es soll ja niemandem langweilig werden.
Timo ist gegen 11.30 Uhr aufgestanden. Da er sowieso immer seine Zeit braucht, um alle Systeme hochzufahren, bin ich erstmal Laufen gegangen. Das Wetter ist zwar wochenendtechnisch nicht so doll, wie angesagt, aber zum Laufen ist es super. Klare Luft, nicht zu warm, nicht zu kalt. Da läuft es sich fast wie von alleine. Naja, fast.
Als ich zurück war, bin ich gleich unter die Dusche. Darauf habe ich mich schon seit gestern Abend gefreut. Ich habe mir nämlich gestern bei dm so eine Detox & Repair Haarmaske gekauft, was ganz Feines von John Frieda. Das können jetzt wahrscheinlich nur meine weiblichen Leser verstehen – die wollte ich unbedingt ausprobieren. Weil wir Frauen fallen ja nicht nur auf Werbung rein, nein, wir sehen uns ja – im Falle einer Haarmaske – vor unserem inneren Auge schon mit den schönsten, seidigsten, luftigsten und überhaupt tollsten aller Haare nach der einmaligen Anwendung eines solchen Produktes.
Egal, das macht eben Spaß. Dafür sind wir Mädchen. Also nach dem Duschen habe ich mir gemäß Dosen-Angabe die Maske in die Haare und vor allem in die Spitzen massiert und das Werk dann mit einem Handtuchturban abgeschlossen. Ich hatte mir eine längere Einwirkzeit als angegeben vorgenommen, ich wollte ja schließlich das beste aller Ergebnisse erzielen. Ich muss dazu sagen, dass ich grundsätzlich sehr gesunde Haare habe. Das mag daran liegen, dass meine Haare noch nie gefärbt wurden, nie geglättet werden und ich mir auch sonst keinerlei Lacke oder Sprays in die Frisur sprühe. Aber in Zeiten von Corona muss man sich ja auch mal verwöhnen, auch wenn es nur eine Haarmaske ist. Aber immerhin Detox!
So, dann war die halbe Stunde um und ich hatte schon im Gefühl, dass ich meinen Haaren etwas unglaublich Gutes getan habe. Also alles wieder ab ins Bad und den Kopf unter die Brause gehalten. Immer alles ganz gründlich ausspülen. Ich kann sagen das Dufterlebnis bei dieser Haarmaske ist schon mal super, die Kämmbarkeit auch. Und nach dem Föhnen waren meine Haare auch wirklich ganz leicht und fluffig und ich fühle mich unheimlich wohl damit. Und das ist doch die Hauptsache. Egal ob die Werbung uns etwas verspricht, was vielleicht gar nicht passiert – am Ende kommt es doch darauf an, dass wir uns gefreut haben und uns wohl fühlen.
Fazit: Ich kann die Maske sehr empfehlen. Sie macht die Haare nicht schwer oder ölig/fettig, sondern man hat wirklich das Gefühl, dass Haar wird so richtig durchgelüftet und ausgereinigt. Und riechen tut die Maske auch wirklich gut. Hat Timo auch gesagt, nachdem ich ihm meine fluffigen Haare durchs Gesicht gewedelt habe ?

Und jetzt muss ich etwas gestehen. Ich muss gestehen, dass wir im Grunde heute gegen die derzeit gültigen Maßnahmen verstoßen haben. Aber wisst ihr was, das musste einfach mal sein. Meine Schwester und meine Mutter waren aus Solingen zu Besuch. Zuerst waren sie hier in der Gegend eine Runde spazieren und dann sind sie zu uns gekommen und wir haben gegrillt. Und das alles selbstverständlich mit Abstand. Diese Regelung gilt bei uns definitiv immer. Timos Eltern kamen dann auch noch vorbei und wir saßen wie bei den Anonymen Alkoholikern in einem sehr großen Stuhlkreis und haben lecker gegessen und uns einfach nur unterhalten. Und das hat gut getan. Es war irgendwie Normalität, auch wenn einem die ganze Zeit über bewusst war, das eigentlich gerade nichts normal ist. Aber dieser Trubel, ein paar Gäste, das Bewirten und Zusammensein – nein, ich bereue das nicht. Und da alle Beteiligten seit ca. 4 Wochen sehr regelkonform und isoliert leben, denke ich, dürfen wir heute mal ein Auge zu drücken. Es war auch eine Ausnahme. Versprochen. Nützt ja nix. Ab und zu muss man einfach mal raus und etwas anderes sehen.

Jetzt genießen wir aber auch wieder die Ruhe und sitzen noch ein bisschen im Garten. Hat was von Kunst „Mann und Frau mit Katze im Garten“. Nil genießt die Ruhe auch und holt sich gerade die tägliche Schmuse-Einheit ab. Manchmal denke ich schon fast, ich muss eifersüchtig sein, aber ich tröste mich mit „feinsten Baumkuchenspitzen – Verpoorten“. Leute – wenn ihr die irgendwo seht: KAUFEN! Die sind so lecker. Außen knackige Zartbitter-Schokolade, innen saftiger Baumkuchen, getränkt in Eierlikör. Ein Gedicht. Und Eierlikörchen geht und hilft eben einfach immer. Erst recht wenn er aus dem berühmten digitalen Küchenmaschinchen meiner Freundin Erika kommt.

Ein letztes habe ich für heute noch, und zwar auf Wunsch der Gäste von heute. Das Rezept für die Lachs-Blätterteigröllchen. Eigentlich habe ich dafür kein Rezept. Es gibt nur eine Regel: Man kann eigentlich alles in Blätterteig einrollen.
Also: Man nehme einen fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal, dazu eine halbe Packung Frischkäse (ich nehme immer Philadelphia Balance), nach Gefühl so 2-3 Esslöffel Senf-Dillsauce (die haben wir bei Rewe im Saucen-Regal neben dem Meerrettich, in kleinen Gläsern, entdeckt). Frischkäse und Senf-Dillsauce werden verrührt und auf den ausgerollten Blätterteig verteilt. Darüber kommt dann der Lachs. Da geht der aus der Packung, Wildlachs, ca. 120-150 g, aufgeschnitten in Scheiben. Dann rollt man den Blätterteig von der Längsseite her auf und die Rolle wird dann wiederum in Scheiben geschnitten und die legt man auf ein Backblech. Ich streiche gerne noch ein verquirltes Ei auf die Blätterteigröllchen, für die Farbe und die Knusprigkeit. Letztens haben wir entdeckt, dass ein bisschen Streukäse über den Röllchen auch nicht schadet ?
Dann geht es schon ab in den vorgeheizten Ofen, ca. 15 Minuten bei ungefähr 175 Grad. Wenn die Röllchen schön goldgelb und knusprig sind, sind sie perfekt. Rausholen und am besten kurz abkühlen lassen, innen können die kleinen Sch… ganz schön heiß sein.
Lasst es euch schmecken.

PS: Meine Haare sind immer noch ganz duftig und fluffig und wunder- wunderschön.

3 Kommentare
  1. andrea
    andrea sagte:

    Danke für den Beitrag und ich bin bestimmt wieder für die nächsten Wochen gewappnet und halte die Kontaktsperren und Regeln optimistischer ein . So eine frustwoche musste wahrscheinlich mal sein. Aber dank Spaziergang in anderer Umgebung und Gespräche mit anderen geht’s wieder leichter allen eine gute Zeit

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