Die Krise wirkt sich auf jeden Fall auf mich aus. Nein, also ich habe keine Corona-Symptome, aber ich verändere mich. Ich entwickle ernstzunehmende Hausfrauen-Qualitäten ?. Wenn die Katze mal wieder den halben Busch ins Haus geschleppt hat, stehe ich schon mit dem Staubsauger parat, ich habe hier meine geliebten Feuchten-Reinigungstücher für die Küche etabliert. Das ist soooo praktisch. Ein Fleck? Kein Problem. Ein Tuch, ein Wisch und weg. Ich koche bzw. wir kochen. Und wir kochen richtig gut. Ich laufe regelmäßig mit dem Wäschekorb zwischen Waschmaschine und Wäscheständer hin und her. Ich achte darauf, dass möglichst keine Wasserspritzer oder -flecken auf den Spiegeln sind. Und kennt ihr das? Ihr habt gerade die Böden gesaugt und gewischt und nochmal gesaugt, alle Putzutensilien weggeräumt und dann seht ihr wieder was auf dem Boden liegen!! Huiuiui, das ist so … Monk. Ja, genau, dieser Detektiv aus dem Fernsehen, der ganz viele Ordnungs- und Hygiene-Ticks hat, also der Mann ist ein einziger Tick. Aber lustig. In diesem Punkt sind Timo und ich uns zum Glück sehr ähnlich und legen beide Wert auf Sauberkeit und Ordnung. Wir finden noch heraus, wer von uns beiden monikger ist.
Aber jetzt kommt der Höhepunkt, der eindeutige Beweis, dass ich die Hausfrauen-Abschlussprüfung ablegen könnte! Ich habe gestern so einen Tortenboden belegt. Ich glaube man nennt es dann Obstkuchen. Obst! Ich! Nützt ja nix. Wäre schade, wenn die Erdbeeren schlecht werden. Und man kann meine Obstphobie durchaus überlisten, in dem man die Früchte einfach sehr klein schneidet. Das habe ich getan. Noch als Erdbeeren zu erkennen, aber man muss sie nicht unnötig lang im Mund zerlegen. Das, kombiniert mit Vanillepudding, einer Banane und ein paar Walnüssen … et voilà! Ach, und nicht zu vergessen, der rosafarbene Tortenguss mit Erdbeergeschmack.
Und was soll ich sagen. Mein erster Obsttortenboden schmeckt. Sogar mir. Und ich bin immer so froh, dass wir jetzt auch endlich gelernt haben, immer alles zu verarbeiten.

Heute schreibe ich mal aus Solingen. Ich sitze auf meinem Balkon und versuche nicht weg zu fliegen. Schon wieder so windig. Aber das soll ja bald vorbei sein. Der Sommer kann kommen. Muss er auch, denn morgen bekommt mein Flitzer nigelnagelneue Sommer-Schluppen. Dann kanns losgehen. So viel, wie eben gerade los ist. Nützt ja nix. Was muss, das muss.
Auf kalt habe ich wirklich keine Lust mehr. Das geht bei mir so weit, dass ich tagsüber bei der Arbeit immer ein eiskaltes Computermaus-Händchen habe. Echt. Total kalt. Das tut irgendwann richtig weh. Timo und ich haben schon nach beheizbaren Mäusen gegoogelt. Müsst ihr mal machen, da gibt es total lustige Plüsch-Pantoffeln, quasi für den Schreibtisch. Zum Kaputtlachen. Heute habe ich probiert mit einem von Timos Handschuhen zu arbeiten, war nicht so optimal. Aber irgendwann denkt man so viel darüber nach, wie man die Hand warm bekommt, dass sie dann plötzlich einfach warm ist.
Ich habe mir aber vorgenommen, dass ich es ohne Zubehör durch die restlichen nicht ganz so warmen Tage schaffen werde. Tschacka!!

Eiskalt. Ja, eiskalt ist es in meinem Solinger Kühlschrank ab heute nicht mehr. Da ich jetzt schon seit mehreren Wochen nicht mehr hier bin und das voraussichtlich auch noch eine Weile so bleiben wird, habe ich mich entschieden meinen Kühlschrank abzutauen. Da war eh außer etwas Restalkohol nichts mehr drin. Ein trauriges Glas Marmelade. Dem war auch schon so kalt – hat sich nen Pelz zugelegt ?
Momentan bin ich so einmal pro Woche hier. Einkäufe abliefern, Post kontrollieren, Pflanzen versorgen und heute – womit sich der Kreis des heutigen Eintrages schließt – habe ich hier noch das Treppenhaus geputzt. Wir machen das im Wechsel auf den Etagen. Und auch, wenn ich momentan nicht hier bin, möchte ich dieser Pflicht gerne nachkommen. Gehört sich einfach so.

Morgen früh steht dann der Termin für den Reifen- und wie mein Auto mir eben mitteilte auch Ölwechsel an. Drückt mir die Daumen, dass es bei der Anschaffung neuer Sommerreifen bleibt. Aber ich bin sehr zuversichtlich. Die Autos heutzutage sind ja sehr mitteilungsbedürftig und geben ständig von einem „DingDing“ begleitet Meldung, was gerade benötigt wird oder dass man doch bitte die Handtasche auf dem Beifahrersitz anschnallen möge, da sie mit ihrem Gewicht offiziell als Beifahrer gilt. Ist mir wirklich schon passiert.
Wenn das dann alles geschafft ist geht es auch flugs wieder zurück nach Rommerskirchen „zur Arbeit“.

So, jetzt gehe ich aber rein. Hier auf dem Balkon ist es doch etwas schuppig.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.