Seit heute ist sie nun da, die Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV. Ich habe schon ein paarmal davon geschrieben und auch, dass ich sie befürworte. Auch wenn die wenigsten Masken, die nun im öffentlichen Raum genutzt werden vor dem Virus schützen, sind sie doch alle ein sichtbares Signal. Eine Ermahnung und eine Erinnerung. Wir dürfen jetzt die Rücksichtnahme, die Abstandsregelungen und Kontaktverbote nicht schleifen lassen. Auch nicht, wenn wir jetzt nach und nach wieder „normal“ einkaufen und bummeln dürfen. Wobei ich auch hier weiterhin davon überzeugt bin: Es war und ist zu früh. Nach nur 14 Tagen Lockdown in Deutschland kann es noch keine wirklich zuverlässigen Zahlen geben, wie und ob sich die Maßnahmen ausgewirkt haben. Geschweige denn, dass wir über den Berg sind. Ich bin mir fast schon sicher, dass mit weiteren Lockerungen, die Infektionszahlen wieder hoch gehen. Vielleicht ist es bei euch so wie bei uns. Wir schauen nicht mehr jeden Tag Nachrichten, wir lesen nicht mehr täglich die Meldungen über Infektionszahlen, Tote und Genesene. Wir konzentrieren uns auf die Meilensteine und Maßnahmen, auf die Meldungen, die für uns im täglichen Leben relevant sind. Und so schleicht sich aber auch leider die Gewohnheit ein und Gewohnheit führt ja leider dann auch zu Vernachlässigung. Und das darf nicht passieren.
Daher bin ich pro Maske.
Wichtig ist natürlich auch, dass man nun richtig und verantwortungsbewusst mit den Masken umgeht. Z. B., sieht man auch immer häufiger, darf die Maske beim Autofahren nicht getragen werden. Ich habe das mal gegoogelt. Die Straßenverkehrsordnung sagt ganz klar – das Gesicht der Person, die das Kraftfahrzeug führt, muss zu erkennen sein. Oder man sollte auch immer darauf achten, dass man nicht ständig an der Maske herumfummelt. Genauso, wie man sich derzeit nicht immer wieder ins Gesicht greifen soll, soll man auch nicht ständig die Maske anfassen, schon gar nicht mit Handschuhen, und wenn, dann nur zum Öffnen und Schließen an den Bändeln. Heute habe ich auch gehört, dass man die Maske nicht „mal eben“ unters Kinn oder cool auf die Stirn ziehen soll. Das hat alles hygienische Hintergründe. Ich meine normalerweise werden Masken, die im medizinischen Bereich getragen werden, auch nur einmal pro Patient, pro Behandlung, getragen und dann entsorgt. Selbst das ist ja in den Krankenhäusern aufgrund von Maskenmangel, kaum noch möglich. Aber wir gehören (zum Glück) nicht zum medizinischen Personal. Trotzdem sollten wir aber unsere Masken, wenn es Papier ist, regelmäßig austauschen und wenn sie aus Stoff sind regelmäßig bei mind. 60 Grad waschen und möglichst dampfbügeln.
Und für alle die Probleme haben, sich die Maskenbändel hinter dem Kopf zu binden, hier ein Tipp von Mutter Pfennigwerth: aus den beiden Bändeln je Seite eine Schlaufe binden, so kann man die Maske einfach an den Ohren befestigen.

Heute hat mich mal wieder ein facebook-Post beschäftigt. Das Bild seht ihr auch in meinem heutigen Tagesbild. 1Live hat eine Grafik zur Luftverschmutzung in Indien gepostet. Am 31. März 2019 und am 31. März 2020. Selbst wenn das Bild nur zur Hälfte der Wahrheit entsprechen sollte, ist das unglaublich. Da kam mir dann doch kurz der Gedanke: „Was, wenn die Welt sich gerade wirklich selbst reinigt? Sich eine Auszeit gönnt, um die Chance zu haben, wieder durchzuatmen?“
Mit der Evolution, ich gehe vom Urknall aus, hat sich das Leben quasi selbst erschaffen und entwickelt, was wir über die Jahrmillionen daraus gemacht haben… Naja, vielleicht hatte der Mensch nicht immer die besten Ideen. Aber, ich meine, wenn sich etwas aus dem Nichts bzw. aus Pantoffeltierchen und anderen Kleinstpartikeln entwickeln kann, warum sollte es sich nicht auch selbst bereinigen können?
Ich bin keine Verschwörungstheoretikerin und halte auch von diesen, meist auf YouTube verbreiteten, Theorien überhaupt nichts. Wobei die Geschichte bei Domian mit den Reptiloiden wirklich lustig war. Wer das nicht kennt – hier könnt ihr es euch angucken und anhören: https://www.youtube.com/watch?v=dn5iHj1hL10
Ich denke ihr kennt alle Domian. Jürgen Domian, ein Talkmaster im WDR, der über Jahre jeden Abend bzw. jede Nacht eine Live-Talkshow, 1 Stunde, gemacht hat. Übertragen wurde es im WDR-Fernsehen und im Radio. Ich habe viele der Sendungen damals live gehört. Zuerst, weil ich nicht schlafen konnte und dann aber immer, weil mich die Geschichten gefesselt haben. Das Konzept der Sendung war, dass es außer einem Thema pro Abend kein Konzept gab. So konnte dann jeder der wollte bei Domian in der Sendung anrufen und sich live mit ihm über das Thema der Nacht unterhalten. Freitags war immer freier Themenabend. Die Geschichten waren lustig, unglaublich traurig, schrecklich, schön und skurril. Domian redet über alles. Wenn z. B. das Thema „Vergewaltigung“ war hat er nicht nur Opfer aufgerufen mit ihm zu sprechen, wenn sie möchten, nein, er wollte auch mit Tätern sprechen. Teilweise war es wirklich hart. Im Hintergrund der Sendung standen immer Psychologen für die Anrufer zur Verfügung. Aber auch eben echt abgefahren, wie das o. g. YouTube-Video zeigt. Der Gesichtsausdruck von Domian ist bis heute ein Highlight.
Die Live-Sendungen von ihm gibt es leider nicht mehr. 2016 musste er nach über 20 Jahren damit aufhören. Er hatte so lange immer nur nachts gearbeitet, dass nicht nur sein Sozialleben extrem gelitten hatte, er wurde auch tatsächlich krank durch diesen unnatürlichen Lebensrythmus. Schade, aber man kann sich seine Sendungen in verschiedenen Podcast-Kanälen immer noch anhören.
Zu Domian kann ich noch ein Buch empfehlen. Er hat es gemeinsam mit einer engen Freundin geschrieben, Hella von Sinnen. In dem Buch interviewen sich die beiden gegenseitig und sprechen über Domians Anrufer. Es heißt „Jenseits der Scham“. Wirklich lesenswert. Ich habe bei einer Domian-Lesung sogar ein signiertes Exemplar ergattern können. Bin ich sehr stolz drauf.

Verrückt, wie sich meine Schreiberei jeden Tag entwickelt. Domian war gar nicht in meinem Kopf. Eigentlich wollte ich noch erzählen, dass sich die derzeitige Situation sehr gut auf mich und meinen Gemütszustand auswirkt. Ihr kennt das bestimmt auch, irgendwie immer müde. Nie so richtig ausgeschlafen sein. Habe ich nicht mehr. Ich bin fit. Und ich bin mir sicher, es hat damit zu tun, dass ich mir weiterhin Mühe gebe, einen gut durchgetakteten Alltag zu erhalten.

So, jetzt muss ich aber fertig werden. Timo und ich haben heute noch einen wichtigen Termin. Wir wurden nämlich zu einer Challenge herausgefordert und die müssen wir gleich noch vorbereiten und durchführen. „Christian – as I said, challenge accepted.“
Ein paar von euch, werden aktiv daran teilhaben, alle anderen werden es morgen zu lesen bekommen.

Ich bin heute wieder von einem zum anderen Thema gekommen und habe dabei ganz das Eichhörnchen von heute Morgen vergessen. Eine halbe Stunde habe ich es dabei beobachtet und auch fotografieren können, wie es im Garten Nüsschen-Verstecke gesucht und gefunden und die ausgegrabenen Schätze gemümmelt hat. Ich glaube so langsam, der ganze Garten ist unterkellert. Unterkellert mit einem riesigen Nüsschen-Speicher und wenn wir irgendwann mal an einer Stelle mit zu vielen Leuten stehen bleiben, brechen wir ein in eine Dagobert-Duck-Geldspeicher-ähnliche Höhle, voll mit Nüssen. Und dann stehen die Eichhörnchen alle oben am Rand des Abgrundes, haben die kleinen Ärmchen in die Seiten gestemmt, schimpfen und schütteln fassungslos die Köpfchen.

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