So, heute geht es los mit dem Bericht zur gestrigen Challenge für Timo und mich. Die haben wir nämlich, ich zitiere „sensationell“ oder „Hammer-Video“, umgesetzt. Normalerweise mache ich bei Kettenbriefen o. ä. Aktionen nicht mit, ich bin sogar sehr gegen diese verschwörerischen Aufgaben, die, wenn man sie nicht erfüllt, mit andauerndem Unglück und baldigem Dahinscheiden drohen. Also ich kann sagen, ich hatte in meinem Leben bisher ein recht normales Maß an Unglück, ein paar minderschwere Katastrophen, eine Menge tolle Momente, aber auch unschöne Momente und Erfahrungen, viele tolle Erlebnisse und vor allem viele liebe Menschen und die, die wirklich wichtig sind, sind auch noch da. Meiner Einschätzung nach deutet das daraufhin, dass mir das bisherige Verweigern von Kettenbriefen/Aktionen nicht geschadet hat, denn aktuell ist der Glückspegel auch ziemlich hoch ?
Den Spaß der WhatsApp-Video-Challenge habe ich aber sehr gern mitgemacht. Das Ganze steht unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam einen trinken.“. Also ein bisschen virtuelles Zusammenkommen mit dem ein oder anderen Kaltgetränk. Finde ich eine tolle Idee. Folgendes ist zu tun, wenn man nominiert wurde: Man trinkt zuerst einen „harten“ Schnaps, neutralisiert dann mit Bier – für mich die größte Herausforderung, ich mag kein Bier – und zum Abschluss gibt es noch ein kleines Schnäpperken. Wir hatten zum Start einen scharfen, eisgekühlten Jägermeister, gefolgt von einem Gläschen Pils und das Finale war ein „Kleiner Klopfer – Pfläumchen“. Timo und ich haben die Challenge gemeinsam bestritten. Nach der zügellosen Trinkerei muss man noch die nächsten 5 Personen nominieren, die die Aufgabe innerhalb von 24 Stunden erfüllen sollen. Das ganze Spektakel wird per Handy gefilmt, dann an den Nominator, in unserem Fall Christian H., geschickt und natürlich an die 5 neu Nominierten. Dazu gibt es eine Spielanleitung sowie die Erläuterung der „Strafe“, wenn man es nicht tut. Verweigert man die Teilnahme, muss man seinem Nominator einen Kasten Bier schenken. Ich hätte gern lieber zwei Flaschen Wein ? Meinen Lieblingswein gibt es für 3,99 € bei Lidl, ein Sauvignon Blanc aus Neuseeland, ich meine Malborough. Sehr lecker, schmeckt ganz fruchtig nach Mango.
Wir haben gleich den ersten Take unseres Videos genommen und waren hoch zufrieden mit unserem Werk. Meine lieben Freunde Erika und Michael haben auch prompt reagiert. Es dauerte keine 30 Minuten, bis mich das entsprechende Video von den beiden erreichte. Und was soll ich sagen, wir haben sehr gelacht. Und das ist es doch, worum es geht. Trotz allem Spaß haben und das Lachen nicht verlieren. Auch Timos Nominierte haben bereits reagiert. Und alle geben sich wirklich Mühe. Spaßige Abwechslung. Ich bin gespannt wer noch ein Video schickt.

Heute hat mir die Kurzarbeit wieder einen freien Tag beschert, damit ich meine erlaubte Stundenzahl nicht überschreite. Nützt ja nix. Dann muss ich den Tag anderweitig nutzen. Ist aber auch kein Problem. Nachdem ich das Wasser in der Vogeltränke ausgetauscht und den Spiegel im Bad geputzt hatte, bin ich nach Solingen gedüst. Die Sommerreifen mussten nachgezogen werden und dazu waren sowieso noch ein paar Kilometer nötig. Danach wurde mein Briefkasten inspiziert und eine kleine Freundschaftsmission erledigt.
Seit zwei Monaten haben Erika und ich uns schon nicht mehr gesehen. Wir schreiben uns fast täglich und FaceTimen regelmäßig, trotzdem freuen wir uns darauf, wenn wir uns endlich wieder persönlich sehen können. Aber zumindest wollte ich heute einen kleinen Gruß hinterlassen. Also gab es eine kleine Leckerei, einen Pfingstrosen-Setzling in pink und die leckere Senf-Dill-Sauce für Lachsröllchen. In geheimer Absprache mit ihrer Tochter habe ich alles vor der Haustür platziert und auf mein Stichwort, hat sie es reingeholt. Natürlich erst nachdem ich schon wieder in sicherer Entfernung im Auto saß. Und dann kam auch bald der gerührte Anruf von Erika. Sie hat sich sehr gefreut und das hat mich gefreut. Deswegen macht Schenken so einen Spaß. Kleine Gesten, große Wirkung.

Als ich wieder zurück war, ging es mit der Freude auch gleich weiter. In meinem Briefkasten war nämlich auch ein Umschlag für mich bzw. für Timo. Meine Omi aus Dresden hat wieder die Stricknadeln geschwungen und für Timo auch so kuschelige Puschel-Socken genäht, wie schon vor einigen Wochen für mich. Er durfte auch einen Farbwunsch äußern und hat sich für rot-weiß, Köln und so, entschieden. Et voila. Das Ergebnis seht ihr rechts auf dem Foto. Ich finde die Socken super.
Vielen Dank und liebe Grüße nach Dresden ?

Und die Freuden haben noch kein Ende, aber dazu später mehr.

Da es jetzt endlich mal ein bisschen regnet, sitze ich gerade drinnen auf der Couch, eingemuckelt in eine Decke. Die Stimmung ist gut, ich freue mich weiterhin auf meine Überraschung (Tag 37). Später geht es noch kurz in den Supermarkt und dann wird gekocht. Es soll gefüllte Paprika geben. Ein Rezept aus meinem derzeit Lieblingskochbuch (s. Foto). Leute, ich habe keine Ahnung, wo diese Le Creuset-Affinität herkommt. Ob das was mit dem Alter zu tun hat?

2 Kommentare
  1. Erika
    Erika sagte:

    Nochmal vielen Dank.? Ich habe mich lange nicht mehr so sehr gefreut!
    Das mit dem Le Creuset erklärt sich wahrscheinlich gerade wegen des Alters, vermute ich: man schätzt viel mehr die gute Qualität, man mag sich was gutes kochen. Und nebenher sehen die Sachen auch irre gut aus!

    Antworten

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