Meinen Vor-Arbeits-Vormittag habe ich heute für einen schnellen Sprung in den Supermarkt genutzt und da ist wieder was passiert, Leute …
Ein älterer Herr schlendert durch die Regalreihen. Mit Mundschutz. Aber den Mundschutz hatte er nur vor sein Kinn gehangen. Nicht richtig. Eine Angestellte sprach ihn wirklich sehr nett an: „Entschuldigen Sie bitte, bitte ziehen Sie die Maske über Nase und Mund.“, er: „Nee, da krich ich keine Luft. Ich hab et doch dabei.“, dabei zeigte er auf seine Maske, er wollte also sagen, dass es reichen muss, dass er eine Maske dabei hat. Nein, es reich nicht! Das dachte sich wohl auch die Angestellte, denn sie sprach nicht weiter mit ihm, sondern wandte sich wieder ihrem Regal zu. Und wisst ihr was, ich konnte sie verstehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie es einfach leid und müde war, irgendwem die einfachsten Verhaltensregeln zu erklären. Und in solchen Fällen, muss man ja davon ausgehen, dass der Betroffene es auch gar nicht verstehen will.

Im Straßenverkehr ist es ja nicht anders. Es gelten Regeln für alle. Eigentlich. Die einen kennen sie und halten sie weitestgehend ein, die anderen kennen sie und sie sind ihnen egal und wieder andere haben in der Fahrschule gepennt. Ich kann z. B. aus meinem HomeOffice auf eine Kreuzung schauen. Eine eher ruhige Kreuzung, da sie in einem Wohngebiet liegt. Aber eine klassische Kreuzung, also rechs vor links. Täglich mehrmals, kann ich beobachten, wie Auto- oder Radfahrer und auch Fußgänger abrupt bremsen bzw. stehen bleiben müssen, weil sie rechts vor links nicht beachten oder schlicht vergessen. Und mehrmals am Tag ist es auch echt knapp. Gerade Radfahrer, die kommen aus allen Richtungen angeflogen, ohne in die eine oder andere Richtung zu schauen. Da hat weder ein anderer Radfahrer geschweige denn ein Autofahrer eine Chance den Aufprall zu verhindern. Und nicht nur, dass viele nicht gucken, viele schalten auch den Hörsinn mit lauter Musik aus stylischen schnurlosen Kopfhörern aus. D. h. sie gucken nicht nur nicht, sie hören auch nicht, ob ggf. ein Auto kommt. Aber ein Verkehrspsychologe sagte letztens im Rahmen eines Gesprächs über den neuen Bußgeldkatalog, dass die wenigsten Verkehrssünder bewusst falsch handeln. Also ich weiß nicht, gerade eben auf der Autobahn musste ich wieder darüber nachdenken.
Ich fuhr mit 113 km/h auf einem Stück auf dem 100 km/h erlaubt waren. Nicht unerlaubt zu schnell, aber zu schnell. Und dann schoss links ein Mercedes an mir vorbei. Ich kann natürlich nicht sagen, wie schnell er war, aber im Vergleich zu mir, war er viel zu schnell und definitiv weit entfernt von 100 km/h. Und mal ehrlich, mittlerweile zeigt jedes Auto die Geschwindigkeit in leuchtenden Zahlen an. Also auch gut sichtbar für die, die ggf. mit der klassischen Tachonadel und den „kleinen“ Zahlen nicht klarkommen. Bei mir wird die Geschwindigkeit mittig hinter dem Lenkrad angezeigt – gut sichtbar. Deswegen bin ich mir sehr sicher, dass der Verkehrspsychologe falsch liegt. Gerade bei Rasern habe ich immer den Eindruck, wenn man sich die Fahrer und das dazugehörige Auto ansieht, dass die sehr wohl bewusst zu schnell fahren. Einfach nur, weil sie es können und sich und wer weiß wem irgendwas beweisen wollen. Und weil sie der Meinung sind, dass Regeln für sie nicht gelten, <IRONIE ON> schließlich haben sie die geilsten und schnellsten Karren <IRONIE OFF> Über anatomische Unzulänglichkeiten in Zusammenhang mit protzigen Autos möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern ? Und im Gegensatz zum Blinker, wissen sie beim Hebel für die Lichthupe ganz genau, wo der zu finden ist und räumen sich regelmäßig die Bahn frei.

Aber, es gibt auch wirklich nette Begegnungen auf der Autobahn. Da trifft man die Kollegin auf ihrem – ich vermute – Heimweg. Das Kennzeichen samt Auto kam mir schon beim Überholen bekannt vor und ich hatte recht. Kurz darauf, ein kurzes Aufblinken in meinem Rückspiegel. „Huhu“, gewunken ?. Am Autobahnkreuz Leverkusen, dann die Verabschiedung mit einem weiteren kurzen Winken. Und ich kann mit absoluter Überzeugung sagen: den „Sicherheits“-Abstand haben wir zu 100% eingehalten. Ich wünsche einen schönen Feierabend.
Danach wurde ich kurz vor dem Ziel noch einmal ausgebremst. 120 km/h sind erlaubt und die Dame mittleren Alters (also wohl so alt wie ich), fuhr mit einem zufriedenen Lächeln 75 km/h. Kann ich so genau sagen, weil ich doch recht lange bremsen musste, um mich ihrer Geschwindigkeit anzupassen und ihr nicht in den Kofferraum zu rauschen, bevor ich sie doch noch kurz vor der Ausfahrt überholt habe. Keine Sorge alles safe. Aber zu langsam ist halt auch nicht zielführend.

Und ich hatte doch sehr wertvolle Fracht an Bord. Meinen heutigen Solingen-Besuch habe ich nämlich genutzt um mal im neuen Royal Donuts auf der Beethovenstraße, ehemals Schreibwaren Kolb, vorbeizuschauen. Den Laden gibt es auch in Köln. Am Vormittag hatte ich mir schon sechs unfassbar, unverschämt gutaussende Donuts ausgesucht. Ich liste mal auf: White & Salted Caramel, Raspberry Crisp, Cheese Cake, Classic Choc, Cookie Dough & Peanut, Bueno-Strawberry Choc
Hat auch wunderbar geklappt. Meine leuchtend pinke Donut-Box stand schon bereit. Knapp 17 € für diese süßen Schönheiten. Einen Tipp habe ich allerdings, wenn ihr auch mal probieren wollt: Nehmt euch zum Abholen auf jeden Fall etwas zum Kühlen mit, die Cremes und Güsse auf den Donuts sind doch sehr Wärme-empfindlich.
Mir ist leider die Box kurz vor dem Ziel aus der Hand gerutscht und auf dem Kopf gelandet, daher ist das Foto etwas – sagen wir mal – durcheinander, im Originalzustand waren sie wirklich wunderschön. Aber! Das hat dem Geschmack überhaupt keinen Abbruch getan. Sehr lecker, schön saftig. Wirklich gute Donuts. Kann ich empfehlen. Falls ihr bestellen und abholen wollt, Lieferando geht auch, solltet ihr das per Nachricht über instagram machen. Irgendwie läuft die homepage nicht so richtig. Ich hatte aber den Eindruck man kann auch im Laden vorbei gehen und direkt kaufen. Also Do oder Do Nut – definitiv Do!

Wir schauen jetzt die Nachrichten. Denn ich muss ehrlich sagen, so langsam blicke ich auch nicht mehr durch, was wir dürfen oder nicht. Aber mein Gefühl, dass es zu schnell zu viele Lockerungen sind, ist mehr denn je da. Statt die Maßnahmen zu lockern, sollten wir uns wohl eher mal locker machen, uns weiter an die Maßnahmen halten, vielleicht auch mehr als nun (Stand heute) vorgegeben und das Virus nicht aus den Augen verlieren. Denn – Zitat Moderator WDR extra – „Die Lockerungen interessieren das Virus mal überhaupt nicht. Das Virus ist noch da, auch wenn die Zahlen besser geworden sind.“
Und gerade wieder ein Beitrag aus einer Corona-Station in einem Hamburger Krankenhaus. Eine Patientin war auf einem guten Weg und plötzlich über Nacht, multiples Organversagen. Die Ärztin sagt dazu: “Es ist wie ein Foul von hinten beim Fußball. Man ist auf dem Weg zum Tor, kurz vorm Sieg und wird dann von hinten umgemäht.”. Es ist einfach weiterhin ein unerforschtes Virus und wir müssen uns weiterhin diszipliniert verhalten. Lt. Epidemiologin stehen wir immer noch am Anfang der Pandemie. Also gebt auf euch acht. Weiterhin.

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