Wenn man hier durchs Neubaugebiet läuft kommt man, wie in vielen anderen Städten auch, u. a. an der Florence-Nightingale-Straße vorbei. Viele der Straßen hier sind nach Künstlern, Dichtern und Denkern benannt. Aber der Name Florence Nightingale gefällt mir immer am besten. So genau wusste ich immer gar nicht, wer die Frau mit dem schönen Namen ist, aber heute habe ich einiges über sie gelernt u. a., dass wir genau jetzt, ohne sie wahrscheinlich ziemlich schlecht da stehen würden. Sie war die Pionierin der Krankenpflege, führte die ersten Hygienestandards ein und kämpfte für ein allgemeines Gesundheitssystem.
Heute ist ihr Geburtstag, der 200. Aber schon vor diesem stolzen Geburtstag war der 12. Mai ihr zu Ehren der internationale Tag der Krankenpflege.
Florence Nightingale, 12. Mai 1820

Schon auffällig, dass es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder herausragend starke Frauen gab. Maria Magdalena, Jeanne D’Arc, Cleopatra, Marie Curie, Elisabeth I., Katharina die Große, Mutter Teresa, Sophie Scholl und und und. Wer weiß wie viele Frauen „hinter den Kulissen“ großes geleistet oder vermeintlich starke Männer gelenkt haben und wir es nie erfahren haben.
Und genau dazu gibt es einen tollen Film: Hidden Figures

Ich finde jede Frau leistet jeden Tag Großartiges. Jede auf ihre eigene Art und Weise, die einen treten damit in die Öffentlichkeit und andere eben nicht.
Ich wäre gestern mit meinem Gemüseauflauf und den großartigen Frikadellen auch am liebsten über den roten Teppich gelaufen. Da muss ich erst 40 Jahre alt werden, bevor ich so ein kleines Meisterwerk erschaffe. Und Timo hat gesagt, es hat geschmeckt. Ich habe nur von der Soße probiert, die war wirklich gut. Beim nächsten Mal sollte ich eine ähnliche Zeremonie, wie bei „König der Löwen“ vorbereiten. Vorab schon die benachbarten Hausfrauen zum Balkon bitten und dann, wie damals der Affe Rafiki den kleinen Simba, meinen Auflauf voller Stolz in die Höhe strecken, so dass ihn jeder sehen kann.
Und wenn die Nachbarinnen dann schon da sind, können sie auch gleich meine heute frisch geputzten Fenster bewundern ? Nützt ja nix. Auch das muss gemacht werden und Zeit habe ich ja gerade. Und das mit dem Fensterputzen ging heute wirklich sehr gut. Vor ein paar Tagen habe ich mir einen ganz wunderbaren Mikrofaser-Fensterlappen bei Rossmann gekauft – nur 1,59 €. Super das Ding. Ich wollte mal versuchen, ob das klappt und so den Verbrauch von unendlich viel Küchenpapier vermeiden. Hat super geklappt und zur Krönung heißt die Marke auch noch „Flink & Sauber“ ?
Ah, super wichtiger Fun-Fact: Mit dem Lappen lässt sich auch super der Fernseher reinigen. Diese riesigen schwarzen Dinger sind in Sachen Reinigung ja eher zickig. Bloß nicht mit einem feuchten Lappen und ein bisschen Reiniger über den Screen putzen. Man wird spätestens bei dunklen Szenen im Film oder bei Sonnenschein mit sehr hartnäckigen und gut sichtbaren Striemen bestraft, gegen die man dann einen langwierigen Kampf führt. Aber der neue flinke Lappen eignet sich super. Hier hängt jetzt ein blitzeblanker, streifenfreier Fernseher an der Wand.

Zur Belohnung für mein gestriges und heutiges Tagewerk habe ich mich jetzt gemütlich auf die Couch gepackt. Mit Decke, dicken Socken und einer Kanne Tee. Das Wetter ist ja eher unangenehm. Da darf man auch mal gegen halb fünf auf den Polstermöbeln lümmeln und sich von einer Serie unterhalten lassen. Außerdem habe ich ja Urlaub.
Und wenn der Mann gleich von der Arbeit aus dem ersten Stock kommt, gibt es Game of Thrones – und da sind sie wieder die starken Frauen -, die Reste von gestern Abend und frischen Apple-Crumble mit Vanillesauce. Irgendwie mag ich Äpfel in dieser Form viel lieber, denn: An apple a day, keeps the doctor away.

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