Einen sonnigen Feierabend-Gruß aus dem Garten schicke ich euch allen. Wie es bei einem solchen Wetter angemessen ist, haben wir uns nach getaner Arbeit in den sonnigen Outdoor-Bereich verkrümelt. Für heute ist Feierabend. Ach nee, wir müssen gleich noch einkaufen. Es steht sogar ein recht großer Einkauf an. Denn wir haben zwei Grill-Einladungen und das lange Wochenende vor uns. Das wird alles so toll.
Donnerstag veranstalten wir hier im Garten ein kleines Vatertags-Grillen und am Freitag sind wir in Solingen bei Erika und Michael eingeladen. Ich freue mich. Und um die Planungen zu vervollständigen haben wir uns auch direkt noch überlegt, was wir am Wochenende essen wollen. Denn mit dem neuen Bräter und dem dazugehörigen Kochtopf ist nichts unmöglich. Es wird Risotto mit Waldpilzen und dazu ein paar Steak-Spieße geben. Ja, ich bin auch zuversichtlich, dass das ziemlich gut wird.

Heute kann ich auch die ersten Erfolge bzw. die erste gesichtete Kundschaft an unseren Tränken im Garten vermelden. Leider habe ich keine Fotos, da ich auf die Begegnungen nicht vorbereitet war und die durstige Kundschaft auch nicht. An der hängende Vogeltränke im Haselnussbaum saß ein kleiner, runder Vogel und an der Wasserschale im wilden Wieschen ? scheinen die Eichhörnchen gefallen zu finden. Herrlich. Man kann hier stundenlang sitzen und die Tiere beobachten. Die Eichhörnchen sind auch noch total witzig. Heute Morgen war eins am „Pool“ und dann hat es mich bemerkt. Es hat sich dann quasi im Stehen tot gestellt und erstmal nicht mehr bewegt. So nach dem Motto „Wenn ich mich nicht bewege, sieht mich der Mensch nicht.“. Bis es irgendwann dann doch wieder Richtung Baum gehüpft ist.

Zu unserer morgendlichen Routine gehören auch immer die aktuellen Nachrichten. Sowohl im Radio als auch online oder gedruckt. Zwei Meldungen von heute Vormittag haben mich beschäftigt. 1. Ein Radfahrer wurde in Köln schwer verletzt, als er einen Bahnübergang bei Rot überquert hat. Er wurde von einer Straßenbahn erfasst. Was soll das? Wir lernen schon im Kindergarten und meist vorher schon von unseren Eltern: Bei Rot stehen, bei Grün gehen. Dazu gibt es sogar leicht verständliche Kinderlieder. Mir tut es zwar leid, dass der Radfahrer (21) jetzt mit schweren Verletzungen im Krankhaus liegt, aber Dummheit und Übermut werden eben bestraft. Nicht nur was er sich selbst damit angetan hat. Was ist mit dem Fahrer der Bahn, Fahrgästen, Augenzeugen an der Straße, den Helfern, die ihn bergen mussten, den Ärzten und dem Pflegepersonal, das ihn wieder zusammenflicken muss. Und wofür?? Für – genau wie bei den Rasern – bewusste Dummheit! „Ich schaff das schon noch.“, „Was soll mir denn passieren? Ich weiß, was ich tue.“. Und ZACK – reicht nur eine Sekunde und das ganze Leben steht Kopf. War es das dann wert?? Haben wir es wirklich immer so eilig?? Müssen wir immer die schnellsten sein?
Da haben wir es wieder, das Thema Achtsamkeit. Das ist nicht nur ein Trend, das ist extrem wichtig und offensichtlich auch überlebenswichtig. Wir müssen die Dinge mit denen wir gerade beschäftigt sind, bewusst tun, wahrnehmen, beobachten, einschätzen und entsprechend handeln. Und ich denke das gilt für alle Lebenslagen, die wir täglich durchlaufen. Z. B. beim Einkaufen: Gehe ich hungrig in den Supermarkt oder einfach nur so ohne Plan, habe ich hinterher mit Sicherheit zu 80% Dinge im Einkaufswagen, die ich gar nicht brauche oder ich habe mich zu irgendwelchen Angeboten aus der Werbung hinreißen lassen, die mich dann noch unnötig Geld kosten. Gehe ich aber mit einer vorab durchdachten Einkaufsliste los, klappt das ganz gut und ich suche die Produkte, die ich kaufen möchte, auch noch bewusst aus. Während ich hier schreibe, versuche ich meine Gedanken eben genau darauf zu konzentrieren und die neuen Ideen auch gleich noch mit festzuhalten.
Auf die zweite Meldung von heute Morgen brauche ich gar nicht so großartig eingehen. Es ist die Rubrik: Neues vom Trumpeltier
Meister Trump nimmt wohl seit einigen Wochen schon prophylaktisch ein Malaria-Mittel ein, um einer Corona-Infektion vorzubeugen. Ja klar, das macht Sinn. Demnächst nehmen wir alle vorbeugend Aspirin, damit wir keine Kopfschmerzen bekommen und morgens immer ein Tütchen Aspirin Complex um der nächsten Erkältung vorzubeugen. Schwachsinn. Warum Medikamente nehmen, wenn man gesund ist? Zumal mitnichten wissenschaftlich belegt ist, dass dieses Mittel bei Corona-Infizierten eine Wirkung hat. Und – er lebt den Amerikaner, die ja nicht die hellsten zu sein scheinen, jetzt wieder etwas vor, was sie wie die Lemminge nachmachen. Dieses Präparat bzw. dieser Wirkstoff ist wohl momentan in den USA sehr begehrt und teils vergriffen.
Nur kurz zur Erinnerung, diese Menschen folgen dem geistigen Auswurf eines Mannes, der vor zwei Wochen noch vorgeschlagen hat, man könnte den Infizierten Desinfektionsmittel injizieren!

Na egal. Zum Glück gibt es ja auch Staatsoberhäupter mit Verstand, Anstand und Sinn für Menschlichkeit und einem Ohr für das eigene Volk. Ich zähle u. a. Lisbetchen dazu – die Queen. Erika hatte schon vor einigen Tagen vorgeschlagen, dass ich mal über sie schreiben könnte. Aber mir fehlte der Aufhänger. Bis heute. Heute habe ich nämlich gelesen, dass die Queen ein großer Fan der Netflix-Serie „The Crown“ ist. Sie schaut sich quasi ihre eigene Geschichte an. Finde ich total spannend. Und genau das wollte ich auch immer wissen, als ich mir selbst die Serie angesehen habe. „Ob die Royals das auch sehen? Was wohl die Queen dazu sagt? Ob das alles so richtig ist?“. Die Serie ist wirklich gut, quasi gestreamter Geschichtsunterricht und soweit ich es bisher nachlesen konnte (was ich regelmäßig tue), liegt ihr auch das wahre Leben der Queen zugrunde. Beginnend mit ihrem Onkel, der für eine Amerikanerin auf den Thron verzichtet, bis hin zum frühen Tod ihres Vaters, der sie dann plötzlich zur jungen Königin gemacht hat. Und im Gegensatz zu ihrer Schwester Margaret (später gespielt von der großartigen Helena Bonham Carter), wollte sie nicht auf den Thron. Nützt ja nix, sie ist nun mal die nächste in der Thronfolge. Wie sich aber im Laufe der Serie rausstellt, war sie die richtige Wahl, da ihre Schwester sich von einer Thronbesteigung ein glanzvolles, ruhmreiches Leben in der Öffentlichkeit erhofft hatte. Und das wäre der Krone mit Sicherheit nicht zuträglich gewesen. Stattdessen findet Elisabeth sich nach einigen Anfangsschwierigkeiten immer mehr in ihre Rolle als Regentin ein und lernt mit diesem Schicksal zu leben. Sie lebt ein Leben von öffentlichem Interesse, in dem sie sich keinerlei Entgleisungen leisten darf, immer mit stolz erhobenem Haupt auftreten muss – egal, wie es in ihr selbst oder ihrer Ehe gerade aussieht. Sie muss sich Gefühlskälte und Desinteresse vorwerfen lassen, darf sich aber gleichzeitig keine eigene Meinung bilden.
Je länger man die Serie verfolgt, derzeit sind 3 Staffeln verfügbar, sieht man also, dass dieses Leben eine Menge Schein, viel Pflicht, viel Verzicht und noch mehr Verantwortung mit sich bringt.
Man muss sich ja nur mal die royalen Schlagzeilen der letzten Jahrzehnte anschauen: Hochzeiten, Skandale, Affären, Scheidungen, Unglücksfälle und dann kam auch noch Meghan. Und als wäre das alles noch nicht genug, muss sie sich derzeit auch noch mit dem Sex-Skandal um ihren Sohn Andrew rumschlagen. Kein Wunder, dass sie – auch wegen Corona – derzeit das Schloss Windsor nicht verlässt. Nicht zu vergessen, die Dame ist 94 Jahre alt und die Haltung und Leistung, die sie noch an den Tag legt ist schon aller Ehren wert.
Und nach über 70 Jahren auf dem Thron und einer Familie die mit ihren Eskapaden immer wieder die Palastmauern erzittern lässt, gönnt man Lisbeth doch wirklich eine Auszeit in königsblauer Joggingbuchse. Schön auf der Couch mit Cadburry Schokolode, lecker Tee und Netflix. Vielleicht spielt sie sogar PlayStation, z. B. “Assassins Creed: Syndicate”, was im viktorianischen London spielt. Schönes Bild. Am Ende des Tages ist die Queen eben auch nur ein Mädchen.

1 Kommentar
  1. Erika
    Erika sagte:

    Herrlich! Königlich geht es ja heute bei dir zu. ?
    Die Queen wird bestimmt Cadbury Schokolade essen und dazu ihr Lieblingsgetränk: Pimm‘s. Aber nicht mit Sekt, sondern mit Soda und Obsteinlage! Great! ?
    See you friday! ? ? ?

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