Was waren wir heute wieder produktiv. Im Ernst. Das war so ein klassischer Tag mit „Wenn man einmal angefangen hat …“. Und das, obwohl ich heute Morgen eine vollkommen schockierende Nachricht gelesen habe: Heute ist im Sektor (NRW) der letzte Feiertag unter der Woche bis Weihnachten. Krass oder! Aber auch krass: In 196 Tagen ist Weihnachten!
Egal. Ich glaube wir haben vorhin so 4-5 Stunden nur rumgewerkelt.
Timo – der wahre Heimwerkerkönig – hat die Tür des Hängeschranks mit neuen Scharnieren versehen und repariert und im Flur hängt eine neue Deckenlampe, die bereits mit der dazugehörigen Fernbedienung verbunden ist. Nur der Bewegungsmelder will noch nicht so ganz. Aber das wird schon noch.
Ich hatte ihm zuerst – mit Blick über meine Nougatkissen ? – nur zugesehen, wie er u. a. Kabel für die neue Lampe verbunden hat, weil da wo sie hinsollte, noch kein entsprechender Strom lag. Sowas fällt mir ja immer gar nicht auf. Lampe hinhängen, leuchtet. Dachte ich. Aber nee. Ich für meinen Teil war in Physik immer nur körperlich anwesend und das einzige was hängen geblieben ist, ist, dass man bevor man an Kabeln bzw. Strom rumwerkelt, schauen sollte, dass der Strom abgeschaltet ist. Immerhin ?
Zum Glück kann Timo solche Sachen. Mal eben ein neues Kabel verlegen, richtig anschließen und dann auch noch so anbringen und verkleiden, dass es gut aussieht. Macht er eben. Genauso auch die Tür des Hängeschrankes. Praktisch, so ein Mann im Haus ?

Irgendwann waren meine Nougatkissen gegessen und das Kreuzworträtsel gelöst, da fiel mir ein, dass ich das hölzerne Treppengeländer abwischen wollte. Und dann gings los. Die neuen feuchten Putztücher haben sich als so funktional und gut erwiesen, dass ich in den kommen Stunden alles geschrubbt und gereinigt habe, was mir in die Quere kam. Fußleisten, Geländer, Türen, Scheiben, Silikonkanten … Nützt ja nix, wenn man einmal angefangen hat. Und wie das immer so ist, potenziert sich das Chaos mit der Dauer der Putzaktion. Denn als ich dachte, ich wäre fertig, sah ich das Schlachtfeld hinter mir. Putzeimer, Lappen, Leitern, Werkzeug, kleine Pfützen überall. Also noch den Staubsauger und den Wischmopp aktivieren. Ist ja alles halb so wild. Gegen 15 Uhr war es dann auch so langsam geschafft und alles wieder verräumt.
Ich glaube ja, wir haben uns auch ein bisschen warm gearbeitet. Ich finde es nämlich immer noch ziemlich frisch. Und der bedeckte Himmel, ist für solche Reinigungs-Aktionen ja auch ganz zuträglich.

Als letzte Amtshandlung habe ich dann im Garten noch die Margeriten beschnitten, denn ich habe gelernt, dass man bei Pflanzen das Verwelkte immer abschneiden soll. Das tut der Pflanze gut. Stimmt. Funktioniert.
Und dann war es auch wirklich gut und wir haben Feierabend im Garten gemacht. Nil kam dann auch um die Ecke getapert. Ich glaube sie hatte am Vormittag mitbekommen, was bei uns lost ist. Das ist ihr dann zur stressig und sie verzieht sich.

Wir haben es uns jetzt gemütlich gemacht und werden uns gleich wahrscheinlich „Die unendliche Geschichte“ ansehen. Der Film hatte dieser Tage seinen 36. Geburtstag und steht derzeit in der ARD-Mediathek zur Verfügung. Einer meiner liebsten Kinderfilme. In der heutigen Zeit der Digitalisierung und Computeranimation natürlich nicht up to date, aber genau das macht doch den Charme dieser alten Filme aus. Deswegen sind es alte Filme – Klassiker. Ich kann mich erinnern, dass ein Produktions-Team mal „Dinner for One“ nachcoloriert hat und so lief es dann traditionell an Silvester. Eine Katastrophe. Das sah so furchtbar aus und hat überhaupt keinen Spaß mehr gemacht. Weil eben der Charme gefehlt hat. Ich habe den Sketch auch nie wieder in dieser farbigen Version gesehen. Internet, Telefon, Brief und E-Mail sei Dank – ich gehe davon aus, dass sich ganze Generationen über dieses kunterbunte Desaster aufgeregt und beschwert haben.
Genau wie bei Zeichentrickfiguren: Biene Maja und Pumuckl sind seit einigen Jahren dünner! Man hat sie bewusst erschlanken lassen. Was für ein Schwachsinn! Muss dann demnächst die Raupe Nimmersatt auch plötzlich satt sein oder nur noch kohlehydratarm essen, damit sie den Kindern in ihren Geschichten eine gesunde Ernährung vorleben kann?? Sollen sich mal alle nicht so anstellen. In meiner Kindheit gab es noch Hexen, die kleine Kinder mit Süßigkeiten angelockt haben, damit sie sie mästen und essen können oder Max und Moritz, die wurden in einer Mühle zermahlen. Der berühmte „Letzte Streich“. Dafür sind es doch Geschichten und Märchen. Und! Das darf man nicht vergessen: am Ende gab es meistens noch „die Moral von der Geschicht“.

Und die Moral von der heutigen Geschicht: Phantasien gibt es. Oder nicht?!

2 Kommentare
  1. Andrea
    Andrea sagte:

    Guten morgen, einen filmtipp von mir”wer die Nachtigall stört” ein Klassiker in schwarz weiß und leider immer noch ein Thema was aktuell ist. Aber unbedingt sehenswert

    Antworten

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