Huhu, da bin ich wieder. Gestern war so gar nicht mein Tag. Ich hatte keine Energie. Für absolut gar nichts. Das war definitiv der Preis, den ich für einen gelungenen Freitagabend bezahlt habe.
Wir hatten es ganz wunderbar bei Erika im Garten. Leckeren Käse, Dips und Brot und natürlich leckeren Wein. Und davon nicht zu wenig. Aber das gehört eben so.
Früher habe ich so einen Abend – und wesentlich längere, lautere und tänzerisch anspruchsvolle – ganz easy weggesteckt. Aber so ab Ende 20/Anfang 30 braucht man irgendwie immer länger. So ein Damen-Abend kostet mich einen Tag und eine durchgefeierte Partynacht fast 2, bis ich wieder voll einsatzbereit bin.
Nützt ja nix, da muss man dann eben durch. So habe ich dann gestern den Tag größtenteils in der Horizontalen auf der Couch verbracht und um die Mittagszeit nochmal knapp 2 Stunden geschlafen. Das nützt aber dann an solchen Tagen nichts, man ist platt und einfach erledigt, ohne auch nur den Funken von Energie. Und mein Notstromaggregat habe ich wohl mit dem unerwarteten Cocktail auch noch außer Gefecht gesetzt.
Als Angi und ich nämlich an meiner Wohnung ankamen, stand an der Straße direkt vor dem Haus ein kleiner, rot beleuchteter Kastenwagen. „Was ist denn das?“. Und als wir näher kamen, war die Überraschung groß: ein Cocktail-Taxi. Eine voll ausgestattete, rollende Cocktail-Bar. Meine Nachbarin hatte offensichtlich auch Besuch und die haben sich das Taxi bestellt. Und da haben wir uns dann gern angeschlossen und auch gleich zwei Cocktails bestellt. Super Sache. Pro Cocktail, 0,5 l, 7,90 €. Dafür kannste das nicht liegen lassen ?
Ruckzuck hatte uns der nette Bar-Fahrer-Taxi-Keeper zwei riesige Sex-on-the-Beach gemacht. Sehr lecker und sehr gehaltvoll was den Alkohol angeht. Und mit so einem halben Liter ist man auch eine Weile beschäftigt, also haben wir noch bis kurz nach ein Uhr auf meinem Balkon gesessen, gequatscht und getrunken.
Wer das Cocktail-Taxi auch mal probieren möchte – hier geht’s zu den Infos https://www.mycocktailtaxi.de/.
Dann ging es ins Bett. Aber um 8 Uhr war die Nacht auch schon wieder vorbei. Nur irgendwie wollte mein Körper das nicht so richtig begreifen. Denn kaum war ich zurück in Rommerskirchen kam die bleierne Müdigkeit. Ein furchtbarer Zustand, gegen den man einfach nicht ankommt. Man hat keine Wahl, man muss ihn ausliegen.

Heute ist es auch überstanden. Wir haben ausgeschlafen, ich war Joggen und hatte meinen traditionellen Wellness-Sonntag mit Body-Scrub, Haar-Maske und Nougatkissen ?
Und es ist ein ganz herrliches Gefühl einfach wieder wach zu sein und auch Lust zu haben, rauszugehen und etwas zu unternehmen.
Allerdings ist ja heute fraglich, inwiefern man noch etwas unternehmen kann. Das Wetter ist eher turbulent angesagt und momentan ist es auch schon sehr windig. Die Solar-Leuchten habe ich bereits in Sicherheit gebracht. Man weiß ja nie.
Aber gut, dann wird es eben ein klassischer Sonntag. Timo fängt gerade ein neues PlayStation-Spiel an, ich habe mein Buch, meine kuschelige Decke und die Streaming-Dienste bieten ja auch mehr als genug Stoff für einen Indoor-Gammel-Tag.

Was ich fast vergessen habe: Smulgubbe (Tag 28, Tag 41) ist gerettet. Ihr erinnert euch. Das ist die Zimmerpalme, die von den kleinen, fiesen Fliegen befallen war. Ich hatte dazu eine Begegnung mit einer Gartenmarkt-Mitarbeiterin und sie hatte offenbar Recht. Wir haben die Pflanze komplett austrocknen lassen, fast 4 Wochen lang und tatsächlich sind die Fliegen verschwunden. Vorne am Stamm ist sogar noch ein neues grünes „Ärmchen“ entstanden. Ich denke Smulgubbe ist über den Berg. Und ich freue mich darüber. Vielleicht können wir ihn dann irgendwann auch von der Fensterbank auf den Boden umsiedeln, wenn er jetzt weiter gut wächst.
Ich bin dann auch gleich übermütig geworden und habe ein neues botanisches Projekt gestartet: Basilikum. Brauchte ich für einen mediterranen Nudelsalat. Und meine bisherigen Erfahrungen mit Basilikum sind 1. man kauft ihn, 2. man bringt ihn nach Hause und 3. er beginnt zu sterben. Aber jetzt fühlte ich mich bereit, einen neuen Versuch zu starten. Und mit den Tipps meiner Freundinnen „immer gut gießen“, bin ich jetzt auch zuversichtlich. Kann ja eigentlich nicht so schwer sein.

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