Mannometer, ich habe gerade das Bett neu bezogen, bei dem Wetter ist das echte Schwerstarbeit. Schon beim Anheben des Spannbettlakens stand mir der Schweiß auf der Stirn und das Beziehen der Matratze hat mich an meine körperlichen Grenzen gebracht. Hat dann eben alles etwas länger gedauert. Aber das ist schon eine fiese Luft da draußen – Waschküche total. Dann sind mir trockene 36 Grad schon lieber. Dann weiß man wenigstens was man hat: Hitze.

Eben wollte ich mich eigentlich zum Schreiben nach draußen setzen, aber es dauerte gar nicht lange und die ersten dicken Tropfen landeten auf dem Laptop. Hat mich erst nicht gestört, bis es immer dunkler wurde. Nützt ja nix. Ich habe mich dann entschieden sicherheitshalber die Wäsche, die Technik und mich nach drinnen zu bringen. Dann schreibe ich eben heute auf der Couch. Ist auch schön ?
Timo werkelt im Büro und zimmert sich seinen Schreibtisch samt Hardware zusammen – ich glaube das wird ziemlich gut. Bevor ich gerade angefangen habe zu schreiben, habe ich noch „eine Runde“ Homescapes gespielt. Davon habe ich mal berichtet (Tag 29). Ich bin jetzt bei Level 668, aber ich weiß von Menschen, die bei Level 2687 und höher sind. Wahnsinn! Keine Ahnung, wie viele Jahre die das schon spielen und wie viele Stunden am Tag. Ich muss spätestens eine Stunde vor dem zu Bett gehen aufhören – generell mit digitaler Beschäftigung – sonst verfolgt mich das alles im Schlaf und die Nacht wird eher unruhig.

A propos unruhig. War die Katze ja gestern Abend auch. Wir hatten sie wegen dem Unwetter, gegen ihren Willen, hier im Haus eingesperrt (!). Aber sehr luxuriös eingesperrt – also für eine Katze. Sie kann sich hier auf 3 Etagen vollkommen frei bewegen und darf sich auch hinlegen, wo sie möchte. Sie hat aber auch ihr eigenes Körbchen. Also eigentlich kein Grund für Beschwerden. Allerdings ist diese Katze eben eine Katze und somit eine Diva. Ihr macht euch kein Bild, wie die hier gestern gejammert hat und immer, wenn einer von uns von der Couch aufgestanden ist, lief sie sofort vor oder hinter uns her, in der Hoffnung, wir lassen sie endlich wieder frei. Nützte ja nix – die Katze wäre uns ja davon geschwommen.
Irgendwann gab es eine sehr lustige Situation. Sie saß auf dem Fensterbrett und jammerte so vor sich hin, Timo stellte sich zu ihr und erklärte ihr sehr nett, dass das mit dem Rausgehen keine gute Idee ist, da es ganz doll regnet. Sie schaute ihn nur an und jammerte weiter. Hatte schon fast was von einem Dialog ?
Irgendwann hatte das arme Tier es dann auch überstanden und wir haben ihr die Tür wieder aufgemacht. Und was macht sie? Nix. Da hat sie dann nämlich gemerkt, dass alles nass ist und geregnet hat es auch immer noch ein bisschen. Aber ich glaube einfach aus Prinzip, ist sie dann doch irgendwann abgezogen. Sie war aber heute Morgen auch recht schnell wieder drinnen.

Jetzt wollte ich euch noch von unserem Nachmittag berichten. Das hatte heute fast was von Urlaub. Wir waren hier im Ort im portugiesischen Café und Supermarkt. Ich hatte auf der Karte etwas entdeckt, was wir auf Madeira schon gegessen haben: Bolo do Caco. Also genau genommen ist das nur das Fladenbrot aus Süßkartoffelmehl. Und im letzten Urlaub haben wir das gefüllt mit in Weißwein und vielen Kräutern gekochtem Schweinefleisch gegessen. Zuvor wird das Brot noch auf beiden Seiten mit Knoblauchbutter bestrichen und kurz auf den Grill gelegt. Sehr, sehr lecker.
So etwas ähnliches gab es im Café heute auch. Noch ergänzt durch ein Spiegelei, Kartoffelsticks und Knoblauchsauce. Bei Timo sogar noch mit Möhren, Mais und Pilzen. Er fand es nicht so gut, mir hat es gut geschmeckt. Aber auf Madeira ist es natürlich am allerbesten.
Danach waren wir noch kurz im portugiesischen Supermarkt. Das es den hier gibt, wusste ich, aber meine Kollegin erzählte mir, dass er Thema in einer Madeira-Facebook-Gruppe ist. Und tatsächlich kommen da Menschen aus der gesamten Umgebung und von weiter weg hin und kaufen u. a. kistenweise portugiesischen Wein. Man bekommt da alles Mögliche: Käse, Wurst, Fisch, Steingut wie z. B. traditionelle Tappas-Schälchen, Wein, Schnaps, Öle und und und. Eben alles aus Portugal. Wirklich ein empfehlenswerter Laden. Für meine Kollegin habe ich eben eine Flasche Poncha besorgt. Das ist ein traditionelles, alkoholisches Getränk aus Madeira. Bestehend aus Rum, Honig und Zitrone oder auch Orange. Hat ordentlich Umdrehungen und ist auf dem Weihnachtsmarkt in Funchal das Pendant zu unserem Glühwein, nur eben kalt, da es im Dezember auf Madeira bis zu 27 Grad warm sein kann.
Ich werde bei nächster Gelegenheit Poncha mal selbst machen, aus dem letzten Urlaub haben wir nämlich den entsprechenden Rum (kann man auch hier im Supermarkt kaufen) und einen Original-Poncha-Quirl mitgebracht.

So mein Kopf fühlt sich auch ein bisschen an wie frisch gequirlt. Dieses schwüle Wetter ist doch ziemlich anstrengend.

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