Einen schönen Weihnachtsmorgen wünsche ich Euch allen.
Wer hätte das gedacht. Ich habe gerade mal nachgesehen. Am 21. März habe ich angefangen zu schreiben. Das war der Tag an dem ich hier in Rommerskirchen „eingefallen“ bin. Damals noch mit dem – heute wissen wir, dass das sehr naiv war – Gedanken: „Ich bleibe mal vier Wochen, dann ist dieses Corona vorbei.“
Tja, 280 Tage später wohne ich in Rommerskirchen, war nicht einen Tag mehr im Büro in Solingen arbeiten, habe Freunde und Familie sehr, sehr wenig gesehen, wir alle mussten auf viel verzichten, Feste konnten nicht gefeiert werden, zwei neue Familienmitglieder hat es dazu gegeben und wir leben weiter mit der Gefahr des Corona-Virus. Krass! Und das ist nur die Kurzfassung des vergangenen Jahres.
Vielleicht oder ziemlich sicher ist es das, worauf wir uns genau jetzt besinnen sollten. Ich finde das Wort besinnlich eher etwas befremdlich, aber ich glaube dieses Jahr verstehe ich es erst so richtig. Gerade nach diesem besonderen Jahr, sollten wir uns alle auf die wichtigen Dinge besinnen: Gesundheit, Familie & Freunde und uns einfach mal vor Augen führen und erinnern, wie gut es uns geht, was wir alles haben und trotz der schwierigen Umstände erleben dürfen und können.

So, genug Sentimentalität versprüht. Gerade hatten wir nämlich so einen richtigen Kotz-Corona-Moment. Eigentlich ist dieser Tag ein sehr schöner: Heiligabend und Charlotte, mein Patenkind, hat Geburtstag. Traditionell treffen wir uns daher seit 6 Jahren immer vormittags, um diesen besonderen Geburtstag zu treffen. Aus bekannten Gründen ist das nicht möglich. Trotzdem wollten meine Co-Patentante und ich es uns nicht nehmen lassen, der Geburtstags-Maus persönlich zu gratulieren. Also sind Timo und ich eben nach Solingen gedüst, um mit Abstand, die lange ersehnten Geschenk zu übergeben. Und ich kann euch sagen – so ein bescheuertes Gefühl! Da steht man vor der Tür, singt fürs Geburtstagskind und darf sie und die restlichen Familienmitglieder nicht in den Arm nehmen und überhaupt natürlich nicht zu nah kommen. Beschissenes und sehr trauriges Gefühl. Nützt ja nix – wir wissen, warum wir das genau so machen. Weil wir eben keine Aluhüte tragen und wir uns und unsere Mitmensen schützen möchten. Beim nächsten Mal wir dann – hoffentlich – wieder richtig gefeiert. Aber die Hauptsache war, das Lotten-Dotten hat sich gefreut. Über die Geschenke, aber natürlich auch, dass wir da waren. Achje, da könnte ich gleich wieder losheulen.
Entsprechend sind wir auch schon wieder zurück Zuhause und werden jetzt erstmal gemütlich frühstücken und dann geht ab 13.40 Uhr Weihnachten los – in der ARD. Erst Loriot und dann „Weihnachten bei Familie Heinz Becker“. Wer letzteres nicht kennt – unbedingt mal gucken. Richtig strange und man möchte nicht tauschen, aber ich lache mich jedes Jahr wieder kaputt und es gehört zu Weihnachten einfach dazu.
Später werden wir dann dieses Jahr gemeinsam mit Timos Eltern Weihnachten feiern, lecker Essen, quatschen, lachen, spielen und Eierlikörchen trinken.

Vielleicht finde ich zwischendurch noch ein bisschen Zeit für mein potenzielles neues Hobby. In einer Kurzschlussreaktion habe ich mir gestern noch fix ein „Malen nach Zahlen“ für Erwachsene gekauft. Das Motiv ist die Pariser Seine mit dem Eiffelturm im Hintergrund. Lange Rede kurzer Sinn: Ich hab immer gedacht, dass das eher nichts für mich ist, aber gestern haben mich die kleinen Felder und vielen Farbtöpfchen doch schon 4 Stunden gefesselt. Eine sehr beruhigende und entspannende „Arbeit“. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten. Aber das dann wohl erst im neuen Jahr.

In diesem Sinne: Euch allen und Euren Familien und Freunden wunderbare, besinnliche (s. o. 😊) Weihnachten. Macht Euch eine schöne Zeit und kommt dann gut ins neue Jahr! Und dann sehen wir uns alle wieder. Ich bin mir sicher.

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