Guten Abend alle zusammen. Ja, es hat wieder fast eine Woche gedauert, aber diese vergangenen sechs Tage waren auch wirklich wieder sehr anstrengend und arbeitsreich. Obwohl ich ja eigentlich vergangenen Donnerstag und Freitag frei hatte.
Aber es nützt ja nix 😊 Die Schreiner/Fensterbauer waren Donnerstag, Freitag und Montag hier und haben auf zwei Etagen insgesamt 3 große Fenster und eine Balkontür aus- und neu wieder eingebaut und zwei der Fenster mit elektrischen Rolläden versehen.
Es ist richtig schön geworden, aber es waren auch drei kalte und dreckige Tage. Natürlich gehört der Dreck dazu und ich muss auch sagen, dass die Handwerker wirklich so sauber wie möglich gearbeitet haben und auch viel selbst weggemacht haben. Aber der Staub und Dreck verteilt sich zwangsläufig überall. Also habe ich in den letzten Tagen gefühlt dreimal Frühjahrsputz gemacht. Jetzt ist es geschafft. Fast. Wohnzimmer und Flur müssen jetzt neu weiß gestrichen werden, da für die Rolläden und den Strom die Wand aufgestemmt werden musste. Gut. Ist jetzt so. Den Flur hätte ich sowieso neu gestrichen, sobald wir oben fertig sind, jetzt dann eben auch das Wohnzimmer. Wird schon werden.
Die neuen Fenster – jetzt identisch zu denen an der Straßenseite – sind wirklich toll. Und so gut verglast, dass man jetzt kaum noch etwas von draußen hört. Normalerweise konnte ich auf den Wecker morgens verzichten, weil ich das erste Kirchenglockenläuten um 7 Uhr immer gehört habe und somit mit halbwachen Ohren auch die darauffolgenden Aufwachsignale der Kirche wahrgenommen habe. Jetzt ist da nichts mehr. Stille. Absolute Stille.

Als die Fensterbauer hier so fleißig am Werk waren, habe ich mich im Nachhinein bei einem sehr merkwürdigen Gedankengang ertappt. Die haben hier halt den ganzen Tag gewerkelt. Wie das so ist. Aber ich dachte dann irgendwann: „Oh Mann, die armen Leute. Wie viel die arbeiten müssen.“ Aber im nächsten Moment wurde mir sofort klar „Hallo! Das sind einfach normale Arbeitszeiten.“ D. h. wiederum, dass ich mittlerweile so lange in Kurzarbeit und HomeOffice bin, dass ich das Gefühl für „normale“ Arbeitstage mit 8 Stunden vollkommen verloren habe. Schon heftig. Aber ich denke, solange mir die Absurdität meines Gedankens selbst noch auffällt, ist alles in Ordnung 😊
Trotzdem mache ich mir manchmal auch Gedanken darüber, wie es wird, wenn es irgendwann wieder „normal“ wird. Also 9 Uhr Arbeitsbeginn, im Büro, mit den Kollegen, mit Terminen, mit Veranstaltungen, mit Pause mit den Freundinnen-Kolleginnen und auch dem Weg zur Arbeit und nach Hause, der ja für mich dann auch wesentlich länger wird.
Mal schauen, ich habe so die Befürchtung, dass ich mir die Gedanken derzeit noch nicht allzu intensiv machen muss. Im Gegenteil. Die Situation scheint mir doch immer ernster zu werden.
Auch wir stellen hier fest, dass es immer näherkommt. Bisher gab es in Rommerskirchen durchgängig einen max. 3 Infizierte, jetzt sind es 60 und das innerhalb der letzten 3 Wochen. Und obwohl wir wenn überhaupt nur abends einkaufen gehen, haben wir beide in letzter Zeit fast immer mind. 1 oder sogar auch schon 3x eine Begegnung mit niedrigem Risiko in der Corona-Warn-App. Das ist nicht weiter schlimm, das nur heißt, dass jemand in unserer Nähe war, der im Nachhinein positiv auf Covid-19 getestet wurde. Trotzdem ist das etwas, was auch erst seit den Herbstferien immer wieder passiert.
Man kann nur hoffen, dass Firmen wie Biontech und Pfeizer wirklich auf dem richtigen Weg sind und der Impfstoff in den nächsten Monaten auf den Markt kommt. Wobei ich für mich die Entscheidung – Impfung ja oder nein – immer noch nicht getroffen habe. Brauche ich sie? Bisher hat es mich nicht „erwischt“. Oder hat es mich erwischt und ich habe es nicht gemerkt? Das glaube ich allerdings nicht wirklich. Auch das ist etwas über das ich mir erst dann Gedanken machen werde, wenn es dann so weit ist.

Das gehört generell zu meiner „täglichen Entspannungsübung“: Nicht so viel Nachdenken und schon gar nicht über Dinge, die jetzt noch gar nicht entschieden werden können.
Läuft bisher ganz gut 😊

Berichten wollte ich auf jeden Fall noch vom ultimativen Koch-Sonntag. Wie wir ja alle wissen, muss sonntags ein Sonntags-Essen auf den Tisch. Also habe ich mir Samstag zwischen Baustelle, Gartenarbeit, Joggen, Putzen usw. einen Plan zum Sonntags-Essen gemacht. Der lautete wie folgt: Filettopf und Apfel-Zimt-Knoten.
Hört sich erstmal nicht nach so viel Arbeit an, aber im Endeffekt habe ich Sonntagvormittag knapp 3 Stunden in der Küche gestanden und diese, zumindest oberflächlich, ziemlich eingesaut und verwüstet. Aber! Es hat sich gelohnt. Mit knapp einem Kilo Schweinefilet, frischen Champignons, Zwiebeln, Knoblauch etc. habe ich uns einen traumhaften Sonntags-Filettopf in meinem wunderbaren Bräter gezaubert. Es war zart, es war saftig, es war lecker! Das Geheimnis war laut Rezept, dass man das Gericht einige Stunden vorab vorbereitet, damit es gut durchziehen kann. Und so kommen wir zu meinem zweiten Küchen-Projekt – dem Gebäck. Den Filettopf habe ich nämlich gekocht, während der Hefeteig für die Knoten im Wohnzimmer in aller Ruhe vor sich hingegangen ist. Und ich kann verkünden, dass ich nunmehr keine Angst mehr vor Hefeteig habe. Es hat super funktioniert. Diesmal habe ich mit frischer Hefe gearbeitet und schon beim Vermischen der Zutaten hat man gemerkt, dass der Hefeteig so richtig schön hefeteigig wird. Er ließ sich dann auch wunderbar ausrollen und schneiden, nachdem ich ihn mit Zimt-Zucker-Butter bestrichen und mit Äpfeln und Walnüssen belegt hatte. Das mit dem Knoten muss ich noch ein bisschen üben, aber wir hatten in jedem Fall sehr schmackhafte und fluffige Apfel-Zimt-Haufen 😉
Die werde ich morgen direkt noch einmal machen, da auch der andere Teil der frischen Hefe verbraucht werden möchte.
Ich muss schon sagen, dass ich am Sonntag sehr zufrieden mit meiner Küchenleistung war. Es hat Spaß gemacht und geschmeckt – was will man mehr. Und das Chaos war am Ende auch nach einer halben Stunde wieder beseitigt.

Jetzt noch ein kurzes Update zum Thema EMMA-Kissen. Ich hatte mir zu dem klassischen EMMA-Kissen auch noch das sog. Cloud-Kissen der Firma bestellt. Das kam gestern an und musste leider heute schon wieder den Rückweg antreten. Das Kissen an sich ist sehr schön, hat eine rechteckige Form und ist wirklich wunderbar weich und angenehm fluffig. Aber! Legt man den Kopf darauf, sinkt man bis zur Matratze ein. Deswegen wohl der Name Cloud – so eine Wolke ist auch sehr fluffig, aber bietet eben keinen Halt. Das Besondere an dem Kissen ist, dass es sofort wieder in seine Form zurückkehrt. Stimmt auch. Nur leider sinkt man eben viel zu tief ein. Das ist dann für mich leider nicht das Richtige. Ich bleibe bei dem klassischen EMMA-Kissen und werde mir vielleicht noch ein kleines, weiches Kissen dazu holen.

Das war es eigentlich schon wieder für die letzten Tage. Momentan ist der Stand der Dinge, dass wir unglaublich viel zu tun haben, sich die Arbeit aber auch wirklich lohnt. Es geht voran und ich denke, am Wochenende werde ich beginnen die Ritzen zwischen den Wandplatten zu verspachteln. Es läuft 😉

Ach, und es weihnachtet auch schon ein bisschen bei uns. Oben auf der Baustelle hängen in den Fenstern zwei schöne LED-Sterne und gerade heute kam mein neuer Adventskranz an. Leider war dieser mit 50€ unverschämt teuer, aber ich muss sagen, dass ich im Endeffekt froh bin, dass mir der Zufall den teuren beschert hat. Ursprünglich wollte ich nämlich einen Advents-Draht-Korb zum dekorieren für 20€ haben. Der war aber in den Filialen nicht verfügbar und online dann plötzlich auch nicht mehr. Also habe ich den teuren bestellt und mir geschworen, dass er entsprechend auch die kommenden 50 Jahre benutzt wird. Jetzt steht er – schon mit Kerzen bestückt, aber noch ohne das ganze Weihnachts-Kugel-Tannengrün-Glitzer-Deko-Zeug – vor mir auf dem Tisch und ich bin sehr zufrieden mit der Investition.

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