Ich hab Rücken und bin froh, dass ich jetzt sitze. Aber es hat sich gelohnt. Der Tag heute steht bisher voll und ganz im Zeichen der Blume und des Gartens. Gerade jetzt dreht Timo seine Runden auf dem Rasenmäher – um mich herum. Und nein, man kann es nicht mit Meeresrauschen vergleichen. Es ist, was es ist – ein lauter Rasenmäher. Nützt ja nix – muss gemacht werden. Aber dann sind wir auch fertig für heute.

Eigentlich wollte wir heute Vormittag nur die Lebensmittel inkl. Grillgut für morgen einkaufen. Dann habe ich aber gestern festgestellt, dass die Margeriten von vor einigen Wochen (Tag 22) irgendwie die letzten Tage nicht so gut überstanden haben und da wohl auch nichts mehr zu retten ist. Nicht so schön, da muss was Neues her.
Von daher sind wir vor dem Supermarkt noch zum Blumen-Outlet – keine 3 Minuten von hier – gefahren. Ein toller Laden. Also eine Halle mit Blumen und Pflanzen. In allen Größen und Farben, für drinnen, für draußen – wirklich toll. Und super Preise noch dazu. Es dauerte auch keine 5 Minuten und wir hatten einen pickepacke vollen Einkaufswagen. Vier Rudbeckia „Summerina“ (die sehen aus wie Sonnenblumen-Sträucher), drei Rhododendron Hybrid irgendwas (soll rot blühen), eine Sonnenblumenähnliche, hochwachsende Pflanze und 70 l Erde und das Ganze für knapp 60 €. Und da wir mit dem Käfer – zum Glück Cabrio und offen da waren – mussten wir dann erst noch einmal nach Hause fahren. Der Käfer war nämlich dann voll. Sah lustig aus, das ganze Auto, passend im FlowerPower-Stil, voll mit „Sonnenblumen“ und uns 😊
Weiter ging es zum Supermarkt, Getränke, Fleisch und sonstige Lebensmittel einkaufen. Nach Hause, alles wegräumen und ab in den Garten.
Die Rhododendron-Dinger habe ich in drei 50l Terracotta-Kübel eingepflanzt, danach die vier Rudbeckia in die ehemaligen Margeriten-Kübel und für den Sonnenblumen-Strauch haben wir einen schönen weißen Kübel im Keller gefunden. Entsprechend sehen meine Finger jetzt nach bereits 4x Händewaschen aus. Gartenarbeit eben.
Zwei von den Margeriten sahen allerdings noch zumindest ein bisschen gut aus, so dass ich sie noch nicht einfach wegwerfen konnte. Was habe ich also gemacht – zum Spaten gegriffen und im Beet neben dem Grill ein Loch ausgehoben. Nicht so einfach, da die Erde eher wie Lehm ist, aber machbar. Es dauerte gar nicht lange und ich hatte ein schönes Loch ausgehoben. Wasser rein, Blumenerde hinterher, dann die beiden Margeriten-Büsche eingesetzt und wieder mit der ausgehobenen Erde aufgefüllt. Hier bekommen die beiden jetzt eine zweite Chance, vielleicht fühlen sie sich da ja wohl und werden heimisch. Die Natur wird sich schon darum kümmern.

Mittendrin und nicht nur dabei war die ganze Zeit Nil. Ihr scheint es wirklich wieder gut zu gehen und sie holt bei uns stündlich mindestens eine Streichel-Einheit nach.
Ich würde auch gern die Meerschweinchen mit nach draußen in den Garten nehmen. Aber leider haben wir kein Außengehege. Wenn also einer von euch so etwas oder ähnliches – es reicht ja einfach ein rundes Draht-Gitter – hat und es uns ggf. für zwei Wochen leihen könnte, meldet euch gerne bei mir.
Wir gönnen uns jetzt gleich auch die wohlverdiente Freizeit und genießen den frisch hergerichteten Garten. Und ihr glaubt es nicht, während ich hier schreibe, gehen die Rudbeckia-Blüten schon langsam auf. Sehr schön. Das gefällt mir.

Morgen ist wieder schreibfreier Sonntag und diesmal passt mir das wirklich sehr gut, da wir ab dem frühen Nachmittag verplant sind. Meine Eltern und meine Tante kommen aus Solingen und dann werden wir hier gemeinsam mit Timos Eltern mal die neuen Boules-Kugeln ausprobieren. Danach wird gegrillt und gemeinsam im Garten gechillt. Einfach ein Familien-Sonntag. Das alkoholfreie Radler und der Weißwein stehen auch schon kalt. UND! Das ist ja sowieso das allerbeste – es fühlt sich endlich an wie Sommer und sieht auch so aus.
In diesem Sinne – habt alle ein wunderbares, sonniges Wochenende.

Ach, jetzt ist mir gerade noch etwas eingefallen. Wer allerdings die 7. Staffel der Serie „Blacklist“ noch nicht gesehen hat und noch gucken möchte, sollte jetzt nicht mehr weiterlesen, da ich gleich ein bisschen Spoilern werde, was die 19. und somit finale Folge der Staffel angeht.
Wir haben nämlich gestern zum ersten Mal in einer Fernseh-Serie die Auswirkungen von Corona gesehen. Die letzte Folge dieser Staffel war im März gerade mitten in den Dreharbeiten, als Corona und die damit einhergehenden Maßnahmen immer strenger und die Lage immer kritischer wurde. Und noch bevor diese Folge zu Ende gedreht werden konnte, mussten die Dreharbeiten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.
Aber die Macher der Serie haben sich digital zusammengesetzt und überlegt, wie man die letzte Folge für die Zuschauer und Fans der Serie noch abdrehen könnte. Das Ergebnis war quasi eine Hybrid-Folge – also eine Mischung aus Szenen, die mit echten Menschen in den gewohnten Kulissen gedreht wurden und comicartigen Ersatzszenen. Die Szenen, die aufgrund von Corona nicht mehr gedreht wurden, wurden also im Stil eines Comics nachträglich produziert und mit den bereits abgedrehten Sequenzen zur vollständigen Folge zusammengesetzt.
Verwirrend war der Moment, als die Folge relativ am Anfang einfach unterbrochen wurde und dann verschiedene Schauspieler und z. B. Szenenbildner die Situation per selbstgedrehter Handy-Videos erläuterten. Eine ungewöhnliche Lösung, aber eine Lösung. Und ich finde es wirklich cool, dass sich das gesamte Team solche Gedanken gemacht hat.

So, jetzt habe ich so lange hier gesessen und geschrieben, dass ich keine Rückenschmerzen mehr habe. Super. Aber viel mache ich heute auch nicht mehr. Mein kindle liegt schon parat. Ich habe angefangen so eine Art Eberhofer-Krimi zu lesen. Kennt ihr die Kriminalfälle um den Eberhofer Franz? Wirklich witzig. Also wir haben bisher nur die Filme gesehen. Z. B. Winterkartoffelknödel, Dampfnudelblues oder Schweinskopf al dente – insgesamt gibt es bisher sechs Filme, aber ein paar mehr Bücher. Sehr lustig – einfach herrlich anzusehen.
Achso, das was ich gerade lese ist nicht aus der Reihe, aber eben ähnlich: Kamasutra in Unterfilzbach – kann man so weglesen. Genau richtig, für so ein Wochenende.

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