Schon wieder Montag und es hat sich echt was angestaut. Ich werde mir Mühe geben, dass ich alles noch zusammenbekomme, habe mir auch Notizen gemacht. Und ich muss warnen, ich werde wohl auch mal das ein oder andere böse Wort verwenden.

Also, das erste PFUI geht an die dicke, fette, behaarte, tiefschwarze, große Spinne, die mich am Sonntagmorgen in der Dusche fast zu Tode erschreckt hat. Ich kam wie immer vom Joggen und freute mich auf meine Sonntags-Wellness-Routine. Zog mich aus, drehte das Wasser an und ging in die Dusche. Gerade waren meine Haare richtig nass – also so schön klatschnass – als ich irgendwas im Augenwinkel bemerkte. Und da war sie, zwischen meinen Füßen, am Boden der Dusche. „AAAAAAHHHHHHHHHH!“ Habe ich gefühlt, wahrscheinlich auch wirklich, durch die halbe Nachbarschaft gebrüllt. Dabei hat sich wahrscheinlich auch die Spinne so sehr erschreckt, dass sie vor Schreck noch mehr rumgekrabbelt ist und sie musste natürlich dem Wasser ausweichen. Ich wiederum habe vor Schreck irgendwie vollkommen die Nerven verloren und kam nicht so schnell aus der Dusche raus, wie es mir lieb war. Ich war beschäftigt mit Spinne beobachten, ausweichen und flüchten. Und ihr wisst, wie das ist, wenn es mal schnell gehen muss. Das war wie bei „Psycho“ – die Duschszene – du siehst dem Feind ins Auge und kannst nicht mehr weg.
Irgendwann hatte ich es dann doch tropfnass aus der Dusche geschafft und rief nach Timo. Nützt ja nix, irgendwer musste sich jetzt um das Problem kümmern. Ich auf jeden Fall nicht! Wäre auch gar nicht gegangen, ich war fix und fertig von der Begegnung.
Mein Retter eilte sofort herbei und konnte sich ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen, als er mich da triefnass ins Handtuch gehüllt stehen sah. „Was ist los?“ Als wäre das nach dem Schrei nicht offensichtlich! „Riesige Spinne! Muss weg.“ Das ging dann relativ schnell, da ich es nicht mehr geschafft hatte die Dusche auszustellen, war die Spinne mittlerweile wohl ertrunken und hatte sich zusammengekugelt. In Klopapier verpackt hat sie dann ihre letzte Ruhestätte im Mülleimer gefunden. Entspannend war der Sonntagvormittag nicht, und die anschließenden Nougatkissen hatten somit eher eine therapeutische Wirkung.

Das nächste PFUI betrifft mal wieder die Corona-Pandemie. Wie wahrscheinlich vielen, fehlen auch mir die Worte zu der Demo am Samstag in Berlin. Diese Idioten, die dort ohne Masken, ohne Abstand etc. meinten gegen die Maßnahmen protestieren zu müssen, weil sie sich ihrer Freiheit beraubt fühlen. Nee, schon klar!!!! An der Stelle könnte ich mich schon wieder übergeben. Das macht mich so wütend!!
Die dürfen ja gern ihre Meinung haben, aber müssen die deswegen so viele andere Menschen gefährden? Ich meine, solche Ignoranten sind mit dafür verantwortlich, dass diese Pandemie wahrscheinlich noch länger dauern wird und, dass wir demnächst wahrscheinlich alle wieder mit härteren Maßnahmen leben müssen. Dann wird wieder demonstriert … ein Teufelskreis.
Im Radio ging es eben darum, ob wir härtere Strafen und Regeln brauchen. Nein, wahrscheinlich nicht, aber die bestehenden müssen kontrolliert und bei Nichteinhaltung auch entsprechend sofort geahndet werden. Denn wo tut es dem Wutbürger am meisten weh: Richtig, in der eigenen Geldbörse.

Hier noch schnell ein Zitat zu diesem Foto: Ich krieg das einfach nicht in meinen Schädel, dass man gegen Einschränkungen protestiert indem man die Ursache der Einschränkungen vergrößert. Als würdest du einen Duftbaum anscheißen damit es weniger stinkt. (Shahak Shapira – facebook)

Es sind verdammt nochmal Gesetze und Regeln an die wir uns alle halten müssen und da darf man sich nicht nur die Rosinen „Meinungsfreiheit“ und „Recht zu demonstrieren“ aus der Gesetzgebung heraus picken, weil man die gerade benötigt. Ätzend, einfach nur ätzend! Wer zahlt denn am Ende die Polizei-Einsätze?!?!? Wir alle – und ich halte mich an die Regeln, ich hab mit dem Scheiß nix zu tun.
Genauso ist es doch auch mit den kostenlosen Tests am Flughafen. Am Ende zahlen wir diese kostenlosen Tests doch auch mit unseren Steuern.
Mir ist heute Morgen fast eine Synapse geplatzt als ich im Radio hörte, wie eine Spanien-Rückkehrerin ganz fröhlich sagte: „Ach, den Test haben wir gemacht, wir wollen ja jetzt nicht 14 Tage zuhause in Quarantäne sitzen. Hihi. Ich glaube aber nicht, dass wir ihn gemacht hätten, wenn wir ihn hätten bezahlen müssen.“ Ja, prima. Danke für gar nichts. Diese Dame ist durch ihre Reise ein potenzielles Risiko – für sich selbst, ihre Nächsten und auch uns alle. Aber ihre Gesundheit und die der anderen wäre es ihr nicht wert gewesen einen Test auf eigene Kosten zu machen. Super Einstellung! Man hörte ihr auch an, dass es bei der Quarantäne oder generell nicht um Sorge wegen Corona ging, nee, ist nur langweilig 14 Tage zuhause zu sitzen. Ganz ehrlich „Fuck you, du egoistisches Arschloch!“
Dann erzählten die im Radio weiter, dass in den Testzentren an 4 Flughäfen in NRW sich mittlerweile nicht nur Rückkehrer testen lassen, sondern auch „Hierbleiber“, die beim Arzt kein Geld für einen Test bezahlen wollen. Super! Ich bin der Meinung, jeder der ohne Ticket-/Reise-Nachweis zu diesen kostenlosen Tests geht, sollte eine Gebühr in Höhe von 50 € zahlen. So bekommt man vielleicht ein bisschen Geld wieder rein. Die Labore kommen jetzt schon kaum noch nach die ganzen Tests auszuwerten und wenn die Leute (lt. Bericht) bis zu 200 km Anfahrt und 3 Stunden Wartezeit in Kauf nehmen, dann ist die Gebühr jawohl auch noch drin.

So das letzte PFUI ist heute wieder den Influencer-Mamis gewidmet. Im Speziellen dem „Team Harrison“. Da ist nämlich, lasst mich nicht lügen, seit einer Woche das neue Baby auf der Welt. Ist ja erstmal eine schöne Sache. Aber! Dieses Baby hatte in dieser ersten Lebenswoche schon diverse Fotoshootings und Auftritte im instagram-Profil seiner Eltern. Toll!!! Ist ja auch voll süß! Und wie niedlich das kleine Wesen ist!! Und sie sind ja sowieso alle sooooo schön! Das und noch mehr davon sind die Reaktionen, die die Influencer-Eltern auf diese Baby-Fotos bekommen (wollen).
Oliver Pocher und seine Frau haben in letzter Zeit sehr dafür gekämpft, dass Kinder-/Babyfotos aus den sozialen Medien verschwinden und haben an die Vernunft der Eltern appelliert. Denn nachweislich, landen diese putzigen Bilder zu Hauf im DarkNet auf diversen Pädophilen-Seiten. Hinzukommt, dass das Internet nichts vergisst. Und was für Kreise diese Verbreitung von Kinderfotos im Netz zieht, sollte auch der letzte Mensch, in den letzten Wochen mitbekommen haben.
Also, selbst wenn das was Pocher und seine Frau anprangern, Schwachsinn wäre und nur der Hauch eines Risikos bestünde, dass ein Kinder-/Baby-Foto bei einer Person landet, die damit etwas tut, was man nicht tun sollte, die dieses Foto an kranke Menschen weiterverkauft, die mit diesem Kind Dinge tun möchte, die wir uns alle nicht vorstellen können …. sollte das doch schon Grund genug sein, nicht ein einziges Foto zu veröffentlichen.
Selbst wenn es nicht gleich das große Netzwerk ist, es kann ja auch Nachbar XY sein, der sich über das neue, süße Foto freut.
Wo sind sie denn dann alle – die Löwen- und Helikopter-Moms!??! Babyphone im Kinderzimmer, Helm beim Radfahren, Predigten nicht mit Fremden mitzugehen, Begleitung auf dem Schulweg, nicht zu viel Zucker und und und … aber am Ende des Tages wird das Kind strahlend im Netz der ganzen Welt zur Verfügung gestellt. Ja gut, im Vergleich zur anonymen Gefahr im Netz, sind die genannten Gefahren, greifbar, sichtbar, kontrollierbar. Das ist wohl wie mit Corona, wäre es eine Krankheit mit eitrigen Pocken, Ausschlag, Haarausfall oder sonstigen sichtbaren, unschönen Symptomen, würden es die o. g. Covidioten vielleicht auch ernster nehmen.
Egal, das „Team Harrison“ ist eine Vorzeige-Influencer-Familie. Da geht es ums Geschäft, also Klicks und Likes, und das auf Kosten des Kinderschutzes.
PFUI! PFUI! PFUI! – sage ich da nur.

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