Was ich jetzt erzähle, ist bestimmt wieder so ein Frauen-Ding. Also, vielleicht kennt ihr das auch. Frau sitzt kaum auf der Couch, der Vorspann des Films ist gerade vorbei und schon merkt man, wie man aus einer sitzenden immer weiter in eine liegende Position rutscht. Ab dieser Phase dauert es noch ca. 30 Minuten bis es einem nach und nach immer wieder und immer schneller die Augen zu zieht. Augen können so schwer sein. Man ist quasi live beim Einschlafprozess dabei, aber nicht mehr beim Film. Und dann ZACK komatöser Schlaf. Absolut tief. Bei mir ist dann auch vollkommen egal, welcher Superstar rumballert oder Häuser in die Luft sprengt. Tiefschlaf. Ab und an mache ich dann mal eins meiner beiden Augen auf, aber die Kraft, um beide aufzumachen, fehlt. Und ZACK ist das Auge auch schon wieder zu. Ob es so etwas wie PrimeTime- oder Fernseh-Narkolepsie gibt? Das hat bestimmt etwas mit den Hormonen zu tun. Es sind ja irgendwie immer die Hormone.
Naja, auf jeden Fall habe ich gestern, ich denke mal, den Mittelteil des Films „I am Mother“ verschlafen. Inhaltlich teilweise etwas lückenhaft ?, aber ansonsten wirklich sehr gut gemacht. Zum Ende hin war ich dann auch wieder halbwegs wach, konnte der Handlung noch folgen, aber Fragen blieben trotzdem offen.
Jetzt sollte man ja meinen „Prima, der Film ist vorbei, die tiefe Müdigkeit nehme ich jetzt sofort mit ins Bett.“ Denkste! Nachdem ich im Bad war und endlich im Bett liege – wach. Dieses Gefühl der schweren Augen, die einen ruckizucki in den Tiefschlaf verfrachten – einfach weg. Ich hätte quasi jetzt den Mittelteil des Films bei vollem Bewusstsein gucken können. Verrückt. Timo sagt auch immer, dass ich nach dem Zähneputzen noch einmal voller Energie bin. Ja gut. Nützt ja nix. Die Zähne müssen geputzt werden. Durch den Redeschwall muss er dann durch, den Film konnte er ja in Ruhe gucken ?

Der Tag war bis hierhin – es ist jetzt 16 Uhr, ich sitze im Garten – recht ereignislos. Ich war nach dem Aufstehen joggen. Ach Moment. Da war ein Feldhase. Total cool. Das sind so unglaublich große, muskulöse Tiere. Der hoppelte, nee, so kann man das nicht sagen, sprang und sprintete übers Feld. Da musste ich dann mal stehen bleiben und mir das genauer ansehen. Ich schaue mir gerne Tiere an. Hier geht das auch wirklich gut. Rehe, Fischreiher, Bussarde, Hühner die aus irgendeinem Stall ausgebüchst sind und eben Feldhasen. Gibt’s hier alles in freier Feld- und Wiesen-Wildbahn.
So, dann die Arbeit und jetzt Feierabend. Das zweite Tageswort für heute fehlte mir noch. Und dann habe ich mir überlegt, ich empfehle einfach mal wieder etwas: Pinterest.
Viele werden es schon kennen, allen anderen kann ich das nur ans Herz legen. Pinterest ist eine App in der man alles findet. Es ist ein riesiger Topf voll mit Ideen, Rezepten, Tipps zu allen Themen. Das gute an der App ist, man muss sich zwar anmelden, aber es geht hier nicht darum sich zu präsentieren oder andren Personen zu folgen oder sie zu liken. Man kann sich einfach nur Ideen anschauen, sammeln und an seine virtuelle Pinnwand pinnen. Ich mache das meistens mit Rezepten. Ob Backen oder Kochen, egal zu welchem Stichwort, egal was man sucht, man findet auf jeden Fall eine Vielzahl von Vorschlägen und Ideen. Das ist wirklich eine gute Sache. Von Freunden habe ich auch gehört, dass sie sich dort für Karnevalskostüme gerne inspirieren lassen. Andere holen sich Deko-Tipps für Parties, den Garten oder die Wohnung. Probiert es einfach mal aus. Ich bin ein großer Fan der App.

Nachdem die Suche nach dem zweiten Tageswort heute etwas schwerer war, habe ich Timo eben nach dem dritten gefragt. Wie aus der Pistole geschossen kam: Corona-Wampe
Naja, die Pistole wurde abgefeuert, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass ich schon wieder ein neues Kuchenrezept auf Pinterest gefunden habe das ich gern ausprobieren möchte ?
Also Kuchen gibt es dann erst mal keinen mehr. Timo erklärte mir, dass er sich selbst nicht von der Corona-Wampe betroffen fühlt, aber dass es wohl derzeit ein sich immer weiter ausbreitendes Phänomen ist. Ich habe dann vorgeschlagen, dass ich bei Pinterest auch gern LowCarb-Rezepte (also wenig bis keine Kohlenhydrate also u. a. kein Zucker, also keine Müßigkeiten*, kein Brot, keine Nudeln etc.) raussuchen kann. Seine Antwort kam prompt nachdem ich ihm erklärt hatte, was das dann zu bedeuten hat: „Das ist doch auch keine Lösung.“. Recht hat er. Das wäre ja noch schöner, wenn wir uns jetzt auch noch kulinarisch einschränken müssten. Ich werde einfach ein bisschen mehr darauf achten, dass die Müßigkeiten* (*an dieser Stelle zeigt sich, wer meinen Blog schon länger liest ? Tag 1) wieder weiter außer Reichweite liegen und Kuchen gibt’s jetzt auch nicht mehr so oft. Und vielleicht richte ich meine Pinterest-Aufmerksamkeit jetzt mehr auf die Gartengestaltung als auf jegliche Art von Backwerk.

1 Kommentar
  1. andrea
    andrea sagte:

    Hallo Thema Kuchen, habe gerade Rhabarber geschnitten. Vorteil vom homeoffice der Kuchen ist mittags fertig neben mir kann der Backofen arbeiten

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