Es gibt zwei – nein drei – Dinge zu sagen. Ich bin vollkommen übermüdet, ich habe jetzt kurze Haare und die Laune ist entsprechend nicht gut! Ach und Timo hat grad richtig Spaß mit mir. Eben eine übermüdete Frau, die gerade vom Friseur kommt. Höchst-explosiv!
Übermüdet bin ich, weil ich letzte Nacht in Solingen geschlafen habe und das nicht besonders gut. Erst konnte ich nicht einschlafen und als ich dann eingeschlafen war, war das eher unruhig und mit reichlich Gewühl verbunden. Ich denke das ist dem Umstand geschuldet, weil ich da alleine im Bett war und eben lange nicht mehr im Solinger Bett geschlafen habe. Nun gut, dann startet man eben mal ein bisschen müde in den Tag – dachte ich. Alle meine Erledigungen habe ich auch noch recht motiviert erledigt, ich dachte halt, dass die Müdigkeit irgendwann verschwindet. Falsch gedacht.
Als ich dann gegen 10.30 Uhr wieder in Rommerskirchen war, war ich dann endgültig erschlagen. Nützt ja nix. Um 10.30 Uhr ist der Tag eben noch nicht rum. Im Gegenteil.
Aber auch die Arbeit war irgendwann geschafft.
Dann brauchte ich einen Karton. Ich habe nämlich gestern mal einige Bücher aus meinem Solinger Bücherregal gescannt und an Momox verkauft. Wirklich eine praktische Sache. Einfach mit dem Handy die App laden oder auf www.momox.de gehen. Da kann man dann mit der Handykamera den Strichcode auf den Büchern scannen und man bekommt einen Kaufpreis angezeigt. Das sind meist nur Cent-Beträge, aber das ist besser als nichts. Und da ich wirklich sehr viele Bücher besitze, die ich nicht mehr lese und die nur noch rumstehen, habe ich mal ein bisschen ausgedünnt. Bei 13 Büchern bin ich somit auf knapp 30 Euro gekommen, die mir dann von Momox überwiesen werden. Achso der Karton, ja den braucht man, weil man natürlich die Bücher auch an Momox schicken muss. Dazu wird einem auch der vorgefertigte Lieferschein und der DHL-Paket-Sticker per E-Mail zugeschickt. Also Paket packen, Lieferschein rein, DHL-Dingsbums drauf und ab damit zur Post. Fertig.

Auch das war geschafft und nun stand der Gang zum Friseur an. Und ich kann dazu nur sagen: Ich hasse es zum Friseur zu gehen. Da bin ich irgendwie nicht so richtig „Frau“. Ich genieße es nicht auf diesem Stuhl zu sitzen, ewig mich selbst im Spiegel anzusehen, mich „verwöhnen“ zu lassen. Und das Quatschen ist mir auch lieber, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt. Ist alles nicht so mein Ding. Ich habe Haare, aber keine Frisur. Meinen Föhn, einen sehr guten sogar, habe ich nur, weil es mir ab und an nach dem Haarewaschen auf dem Kopf zu kalt wird. Aber ich föhne mir die Haare nicht in Form, normalerweise lasse ich meine Haare nur an der Luft trocknen. Ich habe eher eigenwillige und vor allem sehr dicke Haare. Die machen sowieso was sie wollen. Also ich habe auch nicht den “Friseur meines Vertrauens”, Haareschneiden ist für mich so ähnlich wie ein CheckUp beim Arzt – sollte man regelmäßig machen.
An dieser Stelle nochmal zur Erinnerung: Ich bin vollkommen übermüdet!
D. h. ich wollte eben diesen Termin einfach hinter mich bringen. Haare bzw. Spitzen schneiden und fertig. Mein letzter Haarschnitt war Mitte Februar, musste also mal wieder sein. Wobei ich selbst gar nicht so ganz verstehe, warum das eigentlich sein muss.
Naja, nun war ich also beim Friseur. So gut, so haarig. Irgendwann war ich auch dran und habe gesagt, dass mein Pony (der mittlerweile länger als Kinn-lang war) geschnitten werden muss, aber nicht zu kurz, also nicht so ein Stirn-Ding und eben die Spitzen. Aber – und das weiß ich genau – ich habe gesagt „so, dass die Haare von der Länge her noch über die Schultern fallen, nicht auf den Schultern aufliegen“. Man muss dazu sagen, dass ich verwirrende Haare habe. Da ist auch schon mal ein Friseur dran gescheitert. Im nassen Zustand sehen meine Haare aus als hätte ich eine Dauerwelle. Locken so weit das Auge reicht. Davon ist, wenn sie trocken und gebürstet sind, nicht mehr viel da, außer einer Menge Haare und Volumen. Somit sind die Friseure meist schon verwundert, wenn sie mir nach dem Waschen das Handtuch abnehmen.
Und dann – das habe ich nach vielen Erfahrungen nun auch gelernt – nass und lockig heißt, dass man beim Schneiden vorsichtig sein muss, da die Haare sich im trockenen Zustand eher noch nach oben ziehen und somit kürzer sind. Ist komisch, ist aber so.
Jetzt habe ich heute noch erfahren müssen, dass meine Haare im Nacken „arschglatt“ sind. Also die erste Schicht unten ist glatt, dann kommen ganz viele dicke Locken und dann Richtung Pony wieder glatt. Nützt ja nix. Ist jetzt nun mal so. Das sind meine Haare.
Jetzt ging es also ans Schneiden und schon nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl „Na, da geht aber ordentlich was weg“. Also habe ich auch gleich nachgehakt. „Nee, nee, da ist noch genug übrig.“ Ich blieb skeptisch, sie schnitt weiter.
Ich möchte kurz einwerfen, dass die Friseurin eine ganz Nette ist. Und ich glaube zu 80% liegt das Friseur-Problem wirklich bei mir.
So, sie schnitt also weiter. Und weiter. Und weiter. Auch die glatten Haare unten am Nacken wurden gekürzt, weil sonst würden sie unter der lockigen Schicht ganz schnell wieder rausschauen. Okeeeeeee.
Und wenn dann irgendwann die Chefin rumkommt und große Augen macht, dann ist der Moment da, um Angst zu bekommen. Habe ich dann auch gehabt und gesagt. Ja, ich habe viele und dicke Haare, aber bitte lasst mir auch noch welche. Und wenn dir dann alle sagen, dass du jetzt nen richtig guten Schnitt hast und die Haare total schön fallen, dann weiß man (ich), okay, es ist zu kurz und sie haben wohl gemerkt, dass es mir zu kurz geworden ist. Aber dann sind die Haare mit dem Kind in den Brunnen gefallen. Das Kind ist zu retten, die Haare nicht.
Man hat mir dann noch kurz bewiesen, dass ich mir die Haare noch zusammenbinden kann „Sieht dann auch total süß aus.“. Das ist mir auch tatsächlich wichtig (also das zusammenbinden, nicht das süß), da ich beim Joggen die Haare fest am Kopf haben will, da will ich nicht irgendwelche Strähnen im Gesicht haben.
So, ich kann die Haare so gerade noch zusammenbinden, aber das muss ich hoch am Kopf tun, mache ich es zu weit unten, fällt das ganze Haupthaar (sagt man das so?) oben raus. UND: Ich möchte ja beim Friseur auch immer diesen ganze Styling-Kram nicht. So mit Spray und Schaum und Öl und Glätten und Föhnen und so. Mag ich nicht. Da kann auch kein Friseur was dafür. Ich möchte die Haare geschnitten haben und wieder gehen. Das hat auch geklappt und nach dem Schneiden war ich somit fertig. D. h. meine Haare – sind noch nicht ganz trocken – also auch noch nicht im Endzustand angekommen, was wiederum heißt, dass mir der Blick in den Spiegel morgen nicht so viel Freude bereiten wird.
Und nochmal werfe ich was ein: Mir wird ganz oft gesagt bzw. ich werde gefragt, warum ich meine tollen Haare nicht viel öfter offen trage. Das ist wirklich immer ein tolles Kompliment, aber unter diesen vielen, dicken Haaren wird es sehr schnell warm und so viele Haare stören dann einfach. Und genau deswegen brauche ich Haare, die sich gut und bequem zusammenbinden lassen. Das darf auch mal locker sein, aber wenn mir die Haare dann ins Gesicht fallen, brauchen sie eine gewisse Länge.
Oh Mann …..

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe für heute keinen Bock mehr. Ich bin immer noch vollkommen übermüdet, habe kurze Haare und bin grad leicht reizbar. Timo ist – er ist sowieso einfach der Beste – ganz ruhig, kocht für uns und hört sich meine Tiraden an. Man muss ihn einfach lieben.

Nachtrag: Ich trinke gerade das zweite Glas Wein. Soll man nicht, weil man davon wohl nicht so gut schlafen kann. Egal. Ich habe es heute Vormittag mit zwei doppelten und einem einfachen Espresso versucht. Das hat einfach mal gar nichts bewirkt. Wenn mich das nicht wach macht, macht der Wein den Braten auch nicht mehr fett ähhh wach.

Nachtrag 2: Wir haben gerade im Supermarkt Pralinen gekauft. Hört sich erstmal richtig an. Vollmilchschokolade gefüllt mit Zitronen-Käsekuchen-Teig. Tut es nicht. Braucht kein Mensch.

Nachtrag 3: Gerade sehen wir die Katze auf der anderen Straßenseite. Und normalerweise, wenn wir dann das Fenster aufmachen und sie rufen, kommt sie sofort angaloppiert. Kommt sie heute nicht.

Fazit: Der Tag ist gelaufen.

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